BITKOM-Studie: »Embedded« ist ein 20-Milliarden-Markt

Laut einer vom BITKOM vorgestellten Studie hat der Markt für Embedded-Systeme in Deutschland ein Volumen von fast 20 Milliarden Euro. Die Studie liefert erstmals Kennzahlen für diesen zersplitterten Markt, bleibt aber bei den Schlussfolgerungen vage.

Mit einer Studie will der BITKOM die Aufmerksamkeit von Politik und Finanzwelt auf den Markt für Embedded-Systeme in Deutschland lenken. Denn sowohl Finanzinvestoren als auch Politiker können sich unter »Embedded-Systemen« nichts vorstellen.

Bisher werden eher die einzelnen Industriezweige betrachtet, in denen Embedded-Systeme angewendet werden: Luftfahrt und Verteidigung, Automobilindustrie, Maschinenbau, Automatisierung, Medizintechnik usw. Mit der Studie sollen »Embedded-Systeme« als strategisch wichtige Querschnittstechnologie bekannt gemacht werden. Die Wichtigkeit dieses Segments untermauert die BITKOM-Studie mit Kennzahlen.

Die Analysten haben herausgefunden, dass das Marktvolumen für Embedded-Systeme in Deutschland für 2008 voraussichtlich 4,01 Milliarden Euro beträgt. Dies bezieht sich nur auf die Anbieterseite und nur auf Firmen mit einem Umsatz von mehr als einer Million Euro pro Jahr. Diese Firmen beschäftigen rund 40.000 Mitarbeiter. Auf Anwenderseite – also in den Industriesegmenten, in denen die Embedded-Systeme eingesetzt werden – wird ein geschätzter Umsatz von weiteren 15 Milliarden Euro gemacht. Diese Schätzung beruht auf der Anzahl der Beschäftigten, die mit und an Embedded-Systemen arbeiten.

Technisch sind Embedded-Systeme aus Deutschland international an vorderster Front aufgestellt, und finanziell realisiert dieser Markt, wovon andere IT-Bereiche nur noch träumen können: Wachstumsraten von 8 bis 10 Prozent pro Jahr. Für 2008 wird das Wachstum eher bei 10 Prozent liegen. Zum Vergleich: in der allgemeinen IT- und Telekommunikation wird das Wachstum bei etwa 4 Prozent liegen. Damit liegt das Wachstum von Embedded-Systemen weit über dem Durchschnitt der kommerziellen IT.