Beseitigung von Produktivitätshemmnissen in der Linux-Entwicklung

Natürlich können Linux-Entwickler mit der Befehlszeile arbeiten. Aber eine schöne grafische Entwicklungs-Oberfläche, die viele Werkzeuge vereinigt, ist einfach schicker. Und weil Zeit kostbar ist und die Projekte immer komplizierter werden, ist der höhere Komfort auch kein Luxus, sondern sorgt für eine dringend notwendige Produktivitätssteigerung.

Natürlich können Linux-Entwickler mit der Befehlszeile arbeiten. Aber eine schöne grafische Entwicklungs-Oberfläche, die viele Werkzeuge vereinigt, ist einfach schicker. Und weil Zeit kostbar ist und die Projekte immer komplizierter werden, ist der höhere Komfort auch kein Luxus, sondern sorgt für eine dringend notwendige Produktivitätssteigerung.

Aus kulturellen, technischen und historischen Gründen haben Linux-Entwickler sich daran gewöhnt mit spartanischen, schwerfälligen Kommandozeilen-Tools zu arbeiten. Abgehärtete Linux-Profis sehen Applikationsentwickler im Enterprise-Computing sogar aufgrund hochentwickelter integrierter Entwicklungsumgebungen (IDEs) als hochgradig verwöhnt an. „Echte Entwickler brauchen keine IDEs“ könnte das Glaubensbekenntnis der alten Linux-Garde lauten. Aber die Tage der ausschließlichen CLI-Nutzung (Command Line Interface) bei der Embedded-Entwicklung sind gezählt. Moore’sches Gesetz und die zunehmende Leistung von Embedded-Computing-Plattformen führen zur Entwicklung von umfangreicherer und komplizierterer Embedded-Software. Die fortgesetzte Abhängigkeit von Befehlszeilen-Tools läuft diesem Trend entgegen und verzögert auf fatale Weise sowohl die Plattform- als auch die Applikationsentwicklung. Angesichts der Millionen zu bewältigender Code-Zeilen hinkt die Entwicklung mittels Befehlszeile den Anforderungen bezüglich zeitiger Markteinführung hoffnungslos hinterher. Die Weigerung, eine IDE für die Linux-Entwicklung zu nutzen, kommt schlicht und einfach einem langsamen, schmerzhaften Weg in den kommerziellen Selbstmord gleich.