ARM-Soft-Prozessor für FPGAs

Mit dem Cortex-M1 stellt ARM den ersten Prozessor bereit, der speziell für die Implementierung in FPGAs entwickelt wurde. Dabei hat das Unternehmen mit Actel als Lead-Partner zusammengearbeitet.

Actel hat eine Lizenz für den Cortex-M1 erworben und stellt seinen Kunden diesen Prozessor kostenlos zur Verfügung. Der Prozessor dient den Anwendern flash-basierter Fusion Programmable System Chips und ProASIC3 FPGAs von Actel. 

Der Cortex-M1 ist ein rationalisierter, dreistufiger 32-Bit RISC-Prozessor, der eine Teilmenge des Thumb-2-Befehlssatzes implementiert. Somit lassen sich der Footprint des Prozessors und die Software auf das Flächenbudget kleinster FPGAs abstimmen. Die Kompatibilität zum Thumb-Code für beliebige Prozessoren vom ARM7TDMI aufwärts bleibt gewahrt.

Der Cortex–M1 kann mit Taktfrequenzen von über 170 MHz betrieben werden und nimmt weniger als 15 Prozent der Fläche verbreiteter Low-Cost-FPGAs ein. Als kleinster Prozessor der Cortex-Familie erzielt er eine Rechenleistung von 0,8 DMIPS/MHz.

Die Bemusterung der für den Cortex-M1 geeigneten Bausteinfamilien ProASIC3 und Actel Fusion PSC beginnt im dritten Quartal 2007. Die RTL-Beschreibung des ARM Cortex-M1 gibt es ab dem zweiten Quartal 2007.