Open Source Watch Arduino-Smartwatch zum Selberbasteln

Die erste Smartwatch der Open-Source-Gemeinde: Noch ist sie nicht sehr ansehnlich, aber das könnte sich schnell ändern, wenn sich Mitstreiter für das Projekt finden.
Die erste Smartwatch der Open-Source-Gemeinde: Noch ist sie nicht sehr ansehnlich, aber das könnte sich schnell ändern, wenn sich Mitstreiter für das Projekt finden.

Günstiger kommt man wohl nicht an eine Smartwatch: Der amerikanische Tüftler Jonathan Cook hat die Bauanleitung für eine intelligente Open-Source-Armbanduhr ins Netz gestellt. Dank 3D-Druck und verschiedener Displayvarianten entsteht damit eine persönliche Arduino-Smartwatch. Doch das Projekt ist nichts für jedermann.

Es ist das Siegerprojekt eines Arduino-Designwettbewerbs des amerikanischen Make-Magazins und das erste Open-Source-Smartwatch-Projekt überhaupt. Wer hätte gedacht, dass man eine intelligente Armbanduhr auch im Eigenbau realisieren kann? Jonathan Cook aus San Francisco hat genau das getan und seine »Open Source Watch« zum offenen Community-Projekt erklärt, an dem nun jeder mitarbeiten kann. Aber Vorsicht, denn für die eigene Smartwatch muss man sowohl Geduld als auch Erfahrung am Lötkolben mitbringen.

Bilder: 11

Open Source Watch: So bauen Sie Ihre eigene Smartwatch

Anleitung zum Bau einer eigenen Smartwtach

Die Idee

Die kompakte Uhr sollte genügend Speicher für kreative Funktionen bieten, über Bluetooth Low Energy kommunizieren, eine Akkulaufzeit von mindestens einem Tag haben und zu 100 Prozent Arduino-kompatibel sein. Schon die erste Version der Selbstbau-Smartwatch erfüllt all diese Vorgaben. Als dank erhielt Cook einen Besuch auf der diesjährigen »Maker Faire« in Rom.

Technische Details

Das Herz der Uhr bildet der Mikrocontroller Microduino Core+ (ATmega 644PA), der auf 8 MHz getaktet wird und für unter 8 Euro zu haben ist. Die Inhalte werden standardmäßig von einem 1,3 Zoll großen monochromatischen OLED auf 128 x 64 Pixeln angezeigt, das mit 18 Euro zu Buche schlägt. Im Uhrengehäuse, welches aus dem 3D-Drucker stammt, befindet sich außerdem ein Bluetooth Low Energy-Modul für die Kommunikation mit dem Smartphone (Bluegiga, 10 Euro) sowie ein Vibrationsmotor. Die Energie stellt ein Lithium-Polymer-Akku mit 500 mAh zur Verfügung (3,7V, 6 Euro).

Die Zukunft

Aktuell beschränkt sich die Uhr noch auf traditionelle Funktionen wie die Anzeige von Datum und Uhrzeit. Der Entwickler arbeitet aber aktuell daran, Benachrichtigungen vom Smartphone einzubinden. So sollen Nachrichten, Mails und Statusupdates sozialer Netzwerke ihren Weg auf die Uhr finden. Die theoretischen Möglichkeiten der Open Source Watch sind damit aber noch nicht ausgeschöpft. Aus diesem Grund sucht Jonathan Cook nach Mitstreitern, die sich an seinem Projekt beteiligen möchten. Elektroingenieure, 3D-Druck-Experten oder Softwareentwickler für Arduino, iOS und Android sollen sein Ein-Mann-Team verstärken. Auf dass die zweite Generation der Smartwatch tatsächlich smart werde.