Neue Industrierechner-Generation mit Core 2 Duo und vorinstalliertem µLinux 64-bit-Leistung am CompactPCI-Bus

Eine neue Generation von CompactPCI-Boards dringt in die höchste Leistungsklasse des industriellen Computings vor: mit den Core-2-Duo-Prozessoren T7500 bzw. L7500, 64-bit- Verarbeitung und 667/800-MHz-Frontsidebus. Der bereits vorinstallierte Betriebssystemkern µLinux ist lizenzfrei und erlaubt eine einfache Systemintegration des Boards.

Eine neue Generation von CompactPCI-Boards dringt in die höchste Leistungsklasse des industriellen Computings vor: mit den Core-2-Duo-Prozessoren T7500 bzw. L7500, 64-bit- Verarbeitung und 667/800-MHz-Frontsidebus. Der bereits vorinstallierte Betriebssystemkern µLinux ist lizenzfrei und erlaubt eine einfache Systemintegration des Boards.

INHALT:
Gebremster Stromhunger
Zahlreiche Peripherie-Anschlüsse
Erweiterte Ferndiagnose
µLinux mit möglichen grafischen Bedienoberflächen
PCs und Servern ebenbürtig
Autor

Unter dem Namen „ICP-C2De“ hat Inova Computers eine neue Single-Board-Computergeneration entwickelt, die auf den neuesten „Merom“-Kernen von Intel basiert (Bild 1). Dieser Prozessor ist die Mobilversion des Core 2 Duo mit einem 4 Mbyte großen Level-2-Cache und einem Frontsidebus von 800 MHz. „Conroe“ und „Merom“ sind die beiden für Notebooks entwickelten Doppelkernprozessoren, die jeweils in 65-nm-Technologie gefertigt werden. Während Merom mit 4 Mbyte Level- 2-Cache ausgestattet ist, verfügen die Conroe-Prozessoren nur über 2 Mbyte. Merom ist die derzeit leistungsfähigste Mobilprozessorgeneration.

Das CompactPCI-Board ICP-C2De kann mit zwei Typen des Core-2-Duo- Prozessors bestückt werden:

  • Mobilprozessor T7500 mit 64 bit Datenbreite, 2,20 GHz Taktfrequenz und einem schnellen FSB mit 800 MHz.

  • Low-Voltage-Mobilprozessor L7500; dieser unterscheidet sich nur durch die geringere Taktfrequenz (1,60 GHz) vom T7500.

Die Besonderheiten der Core-2- Duo-Prozessoren von Intel sind die Doppelkern-Architektur, die sich besonders für parallelisierbare Applikationen eignet, und die flotte Medienverarbeitung. Durch den Einsatz neuer, innovativer Technologien werden Applikationen zur digitalen Bildverarbeitung wie CAD-Tools, 2D- und 3D-Modellierung, Video-Bearbeitung und Grafik- Rendern sowie die wissenschaftliche Datenverarbeitung beschleunigt. Insbesondere zeichnet sich die Core-2- Architektur durch folgende neue Technologien aus:

  • Wide Dynamic Execution Technology: Erhöht Performance und Effektivität des Prozessors, steigert die Befehlsanzahl pro Taktzyklus – die 4-fach-skalare Core-Architektur erlaubt jedem Core, bis zu vier Befehle (bisher drei) gleichzeitig auszuführen und in den L1-Cache zu kopieren – und verkürzt die Out-of-Order-Execution- Pipeline (14 Stufen).

  • 64-bit-Verarbeitung: Unterstützt schnelle Berechnungen und erlaubt dem Prozessor den Zugriff auf einen größeren Speicherbereich (mehr als 4 Gbyte Speicher direkt adressierbar).

  • Advanced Smart Cache: Gewährleistet, dass einer der beiden Prozessor- Cores den gesamten L2-Cache (4 Mbyte) verwenden kann, wenn der andere Core gerade nicht aktiv ist. Außerdem verringert Advanced Smart Cache den Energieverbrauch und erhöht die Leistung des Systems.

Zusätzlich zu IPMI können Systemdiagnose und Fernwartung durch den integrierten µLinux-Kernel erhöht werden. Dieses µLinux ist im 16 Mbyte großen Flash-Speicher des CPU-Boards untergebracht. Die von Inova Computers angepasste µLinux-Variante basiert auf der aktuellen Linux-Kernel- Version 2.6 und besteht aus dem rund 1 Mbyte des Flash-Speichers belegenden Kernel und dem µLinux-Image. Da jetzt 15 Mbyte für das Image zur Verfügung stehen, wurde es mit einer grafischen Bedienoberfläche erweitert. Zudem ist vorgesehen, das Betriebssystem- Image mit weiteren grafischen Werkzeugen, wie z.B. Internet- Browser, auszustatten. Abhängig von der Anzahl der integrierten Betriebssystemmodule (mit oder ohne grafische Bedienoberfläche) kann die Größe des für benutzerspezifische Anwendungen reservierten Flash-Bereichs zwischen 4 und 10 Mbyte variieren.

Für die einfache Änderung oder Aktualisierung dieses Bereichs steht das User-Area-Update- Tool zur Verfügung. Dieser Bereich lässt sich z.B. auch für Aufgaben wie die Unterstützung von Inova-Peripheriekarten sowie für Hardware-Diagnosewerkzeuge (Memtest, HD Test, CPU-Burn-In-Test, serial Loopback usw.) verwenden. Damit können selbst unerfahrene Anwender das System im Fehlerfall selbst untersuchen. Ein Vorzug dieses flash-basierten Betriebssystemkerns ist seine garantierte Virenfreiheit, da das komplette µLinux im BIOS-Flash integriert ist, womit eine hohe Sicherheit bei der Aktualisierung der Software gewährleistet ist.