Zusammenarbeit Elektronik-CAD/Mechanik-CAD

Eine Datenschnittstelle zwischen ECAD- und MCAD-Programmen gibt es bereits seit mehreren Jahren – IDF (Intermediate Data Format). Es kommt üblicherweise am Anfang der Leiterplattenentwicklung zum Einsatz, um Platinenabmessungen, Montagelöcher und andere mechanische Parameter zu importieren.

Am Ende der Leiterplattenentwicklung wird das IDF nochmals verwendet, um die Leiterplatten-Datei (Platzierung der Komponenten etc.) wieder mit dem Mechanik-CAD-Werkzeug zu verknüpfen. IDF dient jedoch nur der Datenspeicherung und bietet keine Möglichkeit, inkrementelle Änderungen zu identifizieren, die entweder bei der Leiterplatten- oder der Gehäuse-Entwicklung vorgenommen wurden.

Eine darüber hinausgehende Zusammenarbeit zwischen den Teams erfordert manuelle Notizen und verbale Kommunikation – zeitaufwendig und sehr fehleranfällig. Mentor Graphics hat gemeinsam mit Anbietern von Mechanik- CAD-Programmen und dem ProSTEP-iViP-Verein einen offenen Standard zur ECAD-MCAD-Zusammenarbeit entwickelt.

Das »Electrical Design-Mechanical Design«-Schema (EDMD) ist das erste echte Austauschformat, das inkrementelle Änderungen bei einer Entwicklung erfasst und darstellt. Damit können beide Bereiche ECAD und MCAD die Veränderungen nicht nur betrachten, sondern auch testen und ihre Entwurfs-Datei aktualisieren.

Das von Mentor Graphics entwickelte Kollaborationsmodul ECAD-MCAD Collaborator für seine Leiterplatten-CAD-Programme ermöglicht erstmals das interaktive Abstimmen bei Änderungen zwischen ECAD und MCAD – sowohl online, wenn beide am Rechner arbeiten, als auch offline, wenn einer im Augenblick nicht am Platz ist.