Zehn CAD-Tipps für die Weitergabe von Leiterplattendaten

Durch die Trennung der Leiterplatten-Entwicklung von der Fertigung erfährt die Kommunikation zwischen beiden Bereichen eine Schlüsselrolle. Die Weitergabe richtiger und vollständiger Daten kann dem Leiterplattenhersteller die Arbeit erleichtern – und dem Auftraggeber Zeit und Kosten ersparen.

Durch die Trennung der Leiterplatten-Entwicklung von der Fertigung erfährt die Kommunikation zwischen beiden Bereichen eine Schlüsselrolle. Die Weitergabe richtiger und vollständiger Daten kann dem Leiterplattenhersteller die Arbeit erleichtern – und dem Auftraggeber Zeit und Kosten ersparen.

Bei der Erstellung eines Leiterplatten-Layouts auf Basis einer Netzliste bzw. eines Stromlaufplans hat der Layouter viele Punkte zu berücksichtigen. Die Entflechtung der Leiterplatte erfolgt auf Basis

  • der ausgewählten Bauelemente – z.B. Gehäuseart, Anschlussraster, Kosten bzw. Verfügbarkeit der Bauteile;
  • der elektrischen Funktion – z.B. HF, EMV, Stromdichte;
  • von mechanischen Anforderungen – z.B. Befestigungsbohrungen, Bauraum im Gehäuse, Anordnung von Bedien- und Anzeigeelementen, Biegsamkeit;
  • von thermischen Anforderungen der Leiterplatte selbst – z.B. Wärmeausdehnung des Basismaterials.

Um die Leiterplatte produzieren zu lassen, müssen alle relevanten Informationen an den Leiterplattenhersteller übermittelt werden. Und hier entsteht oft das erste Problem für den Mitarbeiter der Arbeitsvorbereitung bzw. der CAM-Abteilung (Computer Aided Manufacturing).

1. Nur soviel Information wie nötig mitschicken

In vielen Fällen erhält die Arbeitsvorbereitung oder die CAM-Abteilung beim Leiterplattenhersteller eine komplette, sehr umfangreiche Dokumentation aus Werksnorm, Zeichnungen, Bestellunterlagen mit technischen Hinweisen und natürlich den digitalen Datensätzen der Leiterplatte. Aufgabe der Mitarbeiter ist es dann, aus diesen Unterlagen die relevanten Punkte herauszuarbeiten. Insbesondere wenn Hinweise in verschiedenen Dokumenten hinterlegt werden, kommt es häufig vor, dass die Angaben widersprüchlich sind, da nur selten beide Bereiche synchron „gepflegt“ werden. Die Gefahr, wichtige Informationen zu übersehen oder falsch zu interpretieren, ist dann besonders groß. Deshalb gilt auch hier: Weniger ist mehr. Im Optimalfall erhält der Leiterplattenhersteller ein Schriftstück oder eine „readme“-Datei, in der alle relevanten Informationen zusammenfassend dokumentiert sind.