3D-Druck Werkzeugkosten um 97 % reduziert

Beispiel für ein mit Stratasys-3D-Techniken hergestelltes 3D-gedrucktes Spritzgießwerkzeug.
Beispiel für ein mit Stratasys-3D-Techniken hergestelltes 3D-gedrucktes Spritzgießwerkzeug.

Der Kfz-Zulieferer Seuffer verwendet 3D-gedruckte Spritzgussformen zur Herstellung von Prototypen für Funktionsprüfungen aus dem Material des Endprodukts und kann auf diese Weise ganz massiv Werkzeugkosten reduzieren und vor allem deutlich schneller liefern.

Weltweit setzen viele Hersteller das Spritzgussverfahren zur Fertigung von Bauteilen ein. In erster Linie finden hier Thermoplaste Verwendung. Anhand von Prototypen werden Funktion und Passform der Konstruktion vor der ­Serienproduktion geprüft. Die deutliche Effizienzsteigerung bei der Herstellung dieser Prototypen dank Rapid Tooling ist ein weiteres praktisches Beispiel für die neuen industriellen Fertigungsmöglichkeiten durch den Stratasys-3D-Druck.

„In der Automobilbranche müssen Prototypen sowohl mit beweglichen mechanischen Bauteilen als auch bei hohen Temperaturen getestet werden“, erläuterte Andreas Buchholz, Abteilungsleiter für Forschung und Entwicklung beim Unternehmen Seuffer. „Mit Stratasys-3D-Drucksystemen können wir innerhalb weniger Tage die Spritzgussform entwerfen und diese in weniger als 24 Stunden für die Bauteilprüfung drucken. Beim herkömmlichen CNC-Verfahren würde die Herstellung einer Metallform acht Wochen in Anspruch nehmen. Und während die Kosten für eine herkömmliche Form circa 40.000 Euro betragen, liegt die 3D-gedruckte Form unter 1000 Euro. Dies entspricht einer Einsparung von 97 %.“ Mit der erwähnten 3D-Drucktechnik stellt Seuffer außerdem 3D-gedruckte Formen für das sogenannte „Hot Melt“-Verfahren her.

Diese Formen dienen zum Overmolding von Leiterplatten und werden mit Polyamid mit niedrigem Schmelzpunkt aus den festen und blickdichten Vero-Materialien von Stratasys gedruckt.