Wacker baut Polysiliziumproduktion in Deutschland aus

Der Chemie-Konzern investiert 760 Mio. Euro in eine neue Produktionsanlage im sächsischen Nünchritz. Die neue Anlage soll ab 2011 jährlich 10.000 Tonnen Polysilizium für Solarmodule und die Halbleiterindustrie liefern.

Das neue Werk wird nach Angaben des Unternehmens 450 Arbeitsplätze schaffen. Zusätzlich zum Neubau in Nünchritz erweitert Wacker seinen Standort in Burghausen von jährlich 7.000 auf 10.000 Tonnen Polysilizium.

Mit dem Ausbau seiner Produktionskapazität rüstet sich Wacker nach eigenen Angaben auf die weltweit steigende Nachfrage nach dem Halbleiterrohstoff. Das Unternehmen erwartet hier in den kommenden Jahren einen ungebrochenen Boom. Ausschlaggebend sei neben der Nachfrage aus der Halbleiterfertigung der Polysiliziumbedarf für Solarmodule. Wacker rechnet hier auch künftig mit zweistelligen jährlichen Wachstumsraten. Wacker produziert seit mehr als 50 Jahren hochreines polykristallines Silizium für die Halbleiterindustrie und seit dem Jahr 2000 auch zunehmend für die Photovoltaikindustrie.