Fairphone 2: Erstes Smartphone mit Gold aus fairer Lieferkette

Nach fast zwei Jahren Forschung und Zusammenarbeit mit vielen Partnern hat Fairphone die erste Pilot-Lieferkette für Fairtrade-Gold in der Elektronikindustrie etabliert.

Bildquelle: © Fairphone
Das erste Smartphone aus einer fairen Lieferkette

Die Integration von Fairtrade-zertifiziertem Gold aus Peru in die Smartphone-Wertschöpfungskette macht Fairphone zum weltweit ersten Hersteller von Verbraucherelektronik mit Fairtrade-Lizenz.

Beschaffung von Mineralien aus verantwortungsvollen Quellen

Jedes Smartphone enthält etwa 40 Mineralien, die ursprünglich über den Bergbausektor in die Lieferkette gelangen - einer kritischen Branche im Hinblick auf Menschenrechte, wie auch ein aktueller Bericht von Amnesty International überKobaltminen zeigt. Schon lange bevor Fairphone sein erstes Smartphone baute, begann die Organisation als Kampagne für gerechtere Elektronik und startete mit einer Reise zu Kobalt- und Kupferminen in der Demokratischen Republik Kongo. Heute, während das Unternehmen das Fairphone 2 [1] an seine Käufer ausliefert, achtet es so streng wie eh und je auf die Herkunft seiner Materialien und Mineralien. 

Während des gesamten Herstellungsprozesses seiner Smartphones ist Fairphone bestrebt, seine Lieferkette aufzuzeigen [2], die im Telefon verwendeten Materialien zu verfolgen und Möglichkeiten für soziale und ökologische Verbesserungen zu identifizieren. Das Sozialunternehmen engagiert sich in einer Vielzahl von Bereichen, von der Arbeiterwohlfahrt über Elektroschrott bis zu Recycling. Im Bereich Rohstoffabbau konzentriert sich Fairphone auf eine verantwortungsvolle Beschaffung der vier so genannten Konfliktmineralien (Zinn, Tantal, Wolfram und Gold).

Seit dem ersten Fairphone arbeitet das Unternehmen mit Initiativen zur Beschaffung von Zinn und Tantal aus konfliktfreien Minen in der Demokratischen Republik Kongo zusammen. Parallel zur Entwicklung des Fairphone 2 richtete das Unternehmen seine Aufmerksamkeit auch auf Wolfram und Gold.

Da schon kleine Mengen Gold sehr wertvoll sind, ist dieses Mineral sehr anfällig für Schmuggel. Und auch außerhalb von Konflikt- und Hochrisiko-Gebieten gibt es im Goldbergbau eine Vielzahl von sozialen und ökologischen Herausforderungen: Landkonflikte, Unterbezahlung, unsichere Arbeitsbedingungen, Kinderarbeit sowie Quecksilberbelastung. Für viele Bergbau-Gemeinden weltweit stellt es jedoch die Einkommens- und Lebensgrundlage dar.