Standards für die Fertigung von Solar-Panels

Der internationale Elektronikverband IPC will Standards für die Fertigung von Solar-Panels festlegen. Zum Arbeitskreis gehören Produktions-Equipment-Hersteller sowie für die Solarindustrie fertigende EMS-Unternehmen.

Dass sich gerade die IPC der Definition dieser Richtlinien für die Solar-Industrie annimmt, liegt nach Meinung von Jack Calderon, Geschäftsführer von Lincoln International und Vorstandsmitglied von IPC, auf der Hand: »Zahlreiche Fertigungsausrüster für die Elektronikproduktion und EMS-Unternehmen haben mittlerweile einen Geschäftsbereich »Solar« gegründet, um das viel versprechende Potenzial dieser Branche auszuschöpfen.«

Das liege nicht zuletzt darin begründet, so Calderon, dass die Prozessschritte der Solar-Fertigung einiges gemein hätten mit der klassischen Produktion und Bestückung von Leiterplatten. Allein die Lötprozesse sind bei der Solar-Panel-Produktion ähnlich komplex wie bei der klassischen Elektronikfertigung, denn mit der Qualität des Lötverfahrens steht und fällt die Bruchfestigkeit und die Lebensdauer der Solar-Module.

Folgende Fertigungsaspekte will die IPC zukünftig durch Standards definieren: Beschichtung der Solar-Panels, Material-Spezifikationen, Einsatz von Lötverfahren in Kontaktierungs- und Verbindungsprozessen (Tabbing- und Stringing-Prozess), Testmethoden und Endmontage. Zum Arbeitsgremium »Solar-Standards« zählen unter anderem Jabil, Flextronics, Celestica, 3M, Bürkle, DEK, Indium, EFD, Vitronics Soltec und Lincoln International. Ansprechpartner für Unternehmen, die sich am Arbeitskreis beteiligen möchten, ist Anthony Hilvers, Vice President Industry programs bei IPC, (AnthonyHilvers@ipc.org).