Seica: Vorheizstufe für Fire-Fly

Im letzten Jahr präsentierte Seica das Laser-Selektivlötaystem FireFly; jetzt gibt es die passende Vorheizstufe. »Mit dieser Kombination aus Vorheizstufe und FireFly ist es jetzt möglich, das gesamte Spektrum an Baugruppen zu löten«, so ein Sprecher des Unternehmens.

Bislang war das nicht möglich; laut Seica kamen zwar 70 Prozent bis 80 Prozent der zu lötenden Baugruppen ohne eine Vorheizstufe aus, »aber gerade bei Baugruppen mit Multilayern oder in der Kombination mit Abschirmblechen bei Hochfrequenzbaugruppen kommt es vor, dass die Energiezufuhr durch den Laser-Strahl nicht ausreicht, um eine qualitativ hochwertige Lötstelle zu erreichen.« Deshalb hat Seica zusammen mit der Firma Wolf eine zweistufige Heißluft-Konvektions-Vorheizstufe entwickelt.

Sie besteht aus einem Vorheizbereich, den die Baugruppe durchläuft und dann an den Warmhaltebereich bzw. Pufferbereich übergeben wird. Die beiden Bereiche haben getrennte Transportsysteme und lassen sich über Temperaturfühler genau regeln. Nach dem Löten einer Baugruppe fordert das FireFly-System die nächste Baugruppe aus dem Warmhaltebereich an. Die gesamte Anlage -d.h. Vorheizstufe und FireFly - kommunizieren nach außen über eine SMEMA-Schnittstelle mit der Be- bzw. Entladestation. Die Programmierung aller Parameter erfolgt von der FireFly im Master-Slave-Betrieb.

Das Selektiv-Lötsystem Firefly basiert auf Seicas VIVA-Integrated-Platform, wodurch alle Vorteile des einfachen dreistufigen Prozesses von Erstellung, Verifizierung und Ausführung auch für Lötprogramme zur Verfügung stehen. Durch zusätzliche Softwarewerkzeuge lässt sich die Systemflexibilität und Leistung optimieren. Das integrierte Temperatursteuerungssystem ermöglicht ein kontinuierliches Feedback während des Lötprozesses mit einer Darstellung der thermischen Profile in Echtzeit. Firefly ist mit einem SMEMA-Fördersystem ausgestattet und lässt sich damit problemlos in eine Fertigungslinie integrieren.