Ruwel verkauft Werk in Wetter

Der deutsche Leiterplattenhersteller Ruwel verselbstständigt seinen in Wetter/ Hessen ansässigen Unternehmensbereich »Sondertechnik«. Im Rahmen eines Management Buy Outs wird aus dem Geschäftsbereich die Schoeller-Electronics GmbH.

Der bisherige Ruwel-Geschäftsführer Ralf Eberling wird zusammen mit dem Werksleiter Wolfgang Winkelmann die Schoeller-Electronics GmbH weiterführen. Mit dem Verkauf des Werks Wetter scheidet Ebeling aus der Ruwel-Geschäftsführung aus.

1996 hatte Ruwel das Werk Wetter des deutschen Leiterplattenherstellers Schoeller übernommen. Daraus wurde der Ruwel-Geschäftsbereich Sondertechnik-Schaltungen. Der Standort Wetter ist nach Angaben von Ruwel heute mit einem Umsatz von 42 Mio. Euro im Jahr 2008 der weltweit führende Anbieter von Hochfrequenz-Leiterplatten. Im Rahmen größerer Umstrukturierungen bei Ruwel verkauft das Unternehmen nun das Werk wieder. Aus dem ehemaligen Schoeller-Werk wird nun zwölf Jahre später wieder die Schoeller-Electronics GmbH.

Durch die Umstrukturierungen möchte sich Ruwel stärker auf die Kernkompetenzen konzentrieren, d.h. die Herstellung von Multilayer-Leiterplatten. Große und mittlere Serien werden weiterhin aus dem Werk Geldern geliefert. Das Ruwel-Werk in Pfullingen deckt den Markt für kleine Losgrößen sowie Quick Turnaround Business (QTA) ab und entwickelt Muster und Prototypen für Entwicklungsabteilungen.

Die künftige Ruwel-Geschäftsführung setzt sich aus Bruno Hälg, Thomas Wittig und Jos van Kempen zusammen. Thomas Wittig folgt in der Funktion dem ausscheidenden Ralf Ebeling nach.