Ruwel: Übernahmeangebot für das Werk in Pfullingen

Es zeichnet sich die Rettung des Ruwel-Leiterplattenwerks in Pfullingen ab: Der frühere Ruwel-Eigentümer Bernd Zevens hat ein Übernahmeangebot vorgelegt.

Über die Einzelheiten des Angebots haben der Insolvenzverwalter Horst Piepenburg und die Zevens-Unternehmensgruppe Stillschweigen vereinbart. Bernd Zevens hatte Ruwel 1993 erworben und durch die Übernahme von fünf weiteren Werken zum größten Leiterplattenhersteller in Europa ausgebaut. Die Ruwel-Gruppe führte er bis 2001 aktiv, bevor er den Aufsichtsratsvorsitz übernahm und diese Funktion nach der Veräußerung des Unternehmens 2006 abgab.

Zevens, der dem Standort Pfullingen bis heute vertraglich verbunden ist, will dafür sorgen, dass das Werk in Pfullingen auch in Zukunft am Standort Deutschland fortbestehen kann. »Wegen der vertraglichen Verbindungen und aus strategischen Erwägungen macht es Sinn, das mir vertraute Werk wieder in meine Unternehmensgruppe aufzunehmen«, sagt der Unternehmer.

Auch die jüngste Entwicklung am Ruwel-Standort in Geldern lässt hoffen. Wegen eines erfreulich positiven Auftragseingangs ist der Insolvenzverwalter Horst Piepenburg davon überzeugt, den Geschäftsbetrieb in Geldern auf jeden Fall bis Jahresende fortführen zu können. Die zweite Jahreshälfte werde er intensiv für die Investorensuche nutzen.