Ruwel-Rettung wird wahrscheinlicher

Mittlerweile scheint die Rettung von Ruwel in Geldern wieder in greifbare Nähe zu rücken. Viele der freigestellten Mitarbeiter haben nun doch eine Auflösungsvereinbarung unterzeichnet und eine Abfindung angenommen.

Der Einstieg des Investors BlueBay zusammen mit einem asiatischen Co-Investor bei Ruwel in Geldern zum 1. September ist zwar im ersten Schritt gescheitert, die Investoren haben jedoch einer Nachfrist zur Erfüllung der Bedingungen zugestimmt.

Den Dreh- und Angelpunkt in der Angelegenheit bilden weiterhin die Kündigungsschutzklagen von freigestellten Mitarbeitern, da die Klagen ein wirtschaftliches Risiko für die Investoren darstellen. Seit Wochen laufen daher die Gespräche und Verhandlungen.

Das Ergebnis bis dato: Mehr als zwei Drittel der benötigten Auflösungsvereinbarungen sind unterzeichnet; die Frist ist letztmalig bis zum 11. September verlängert. 

Für das Zustandekommen der Transaktion haben sich auch die weiterbeschäftigten Mitarbeiter engagiert: Sie erklärten sich bereit, zu Gunsten aller Unterzeichner unter den freigestellten Kollegen auf 5,5 Prozent ihres Brutto-Jahresgehaltes zu verzichten. Jeder Unterzeichner der Auflösungsvereinbarung könnte somit eine Extra-Zahlung von 3.000 Euro von seinen Ex-Kollegen erhalten.