Ruwel kauft sich in Indien ein

Der deutsche Leiterplattenhersteller Ruwel hat 80 Prozent des im indischen Bangalore ansässigen Unternehmens NCS übernommen und wird dort ab jetzt ein Teil der Produktionsvorbereitung in der Leiterplattenfertigung abwickeln.

Eine Kaufoption über die restlichen 20 Prozent des Unternehmens wurde ebenfalls vereinbart. Ruwel begründet seinen Schritt nach Indien mit einem höheren Arbeitsaufwand in der technischen Vorbereitung, der sich durch einheimische Ingenieure schwer decken lässt. Aufgrund allgemein kürzerer Produktlebenszyklen elektronischer Produkte und steigender Typenvielfalt sind die Stückzahlen pro Leiterplatte kontinuierlich gefallen. Dies bedeutet für Ruwel kleinere Losgrößen und ein daraus resultierender technischer Mehraufwand in der Produktionsvorbereitung.

Diesen Mehraufwand deckt nun NCS in Bangalore ab. NCS wird die Produktionsdaten für Leiterplatten direkt von den Ruwel-Kunden übernehmen, diese prüfen und produktionsgerecht aufarbeiten. Ruwel arbeitet bereits seit 4 Jahren mit dem Unternehmen NCS zusammen und plant, die Aktivitäten in Indien rasch auszubauen.