Ruwel: Fortführung bis Jahresende gesichert

Der angeschlagene Leiterplattenhersteller Ruwel kann seinen Geschäftsbetrieb am Standort Geldern bis zum Jahresende fortführen. Davon ist der Insolvenzverwalter Horst Piepenburg überzeugt, der Ruwel in Eigenregie führt.

Die Kunden hätten erkannt, dass ein Ausscheiden eines Lieferanten für Ruwel weitreichende Auswirkungen auf die Zuliefersicherheit in Europa haben würde. Laut Piepenburg spiegelt sich diese Erkenntnis in der positiven Entwicklung im Auftragseingang von Ruwel wider. Das Book-to-Bill-Verhältnis beziffert er mit einem durchschnittlichen Wert von 2,6 in den vergangenen Monaten!

Seit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. Mai konnte das Unternehmen ausgeglichene Ergebnisse erwirtschaften. Dazu musste sich der Leiterplattenhersteller jedoch von der Hälfte der Mitarbeiter trennen.

200 anhängige Kündigungsschutzklagen

Die zweite Jahreshälfte will Ruwel intensiv für die schwierige Investorensuche nutzen. »Mit rund 220 Mitarbeitern in Geldern haben wir eine wohl auf Dauer wirtschaftliche Betriebsgröße erreicht, die durchaus dazu geeignet ist, auch den einen oder anderen derzeit freigestellten Mitarbeiter wieder ins Werk zurückzuholen«, betont Horst Piepenburg. Denn: »Ohne eine Lösung für die etwa 200 anhängigen Kündigungsschutzklagen in Geldern werden wir keinen Investor finden, der den Betrieb auch im kommenden Jahr weiterführen wird.«

In der kommenden Woche wird sich Piepenburg zur Zukunft des
Pfullinger Werkes von Ruwel äußern.