Norwegen will mehr Stoffverbote

Die sechs verbotenen Stoffe für Elektro- und Elektronikgeräte der EU reichen den Norwegern nicht aus. Sie planen ein Gesetz, das ab dem 1.1.2008 18 Stoffe aus Konsumgütern in Norwegen verbannen soll.

Die norwegische „Prohibition on Certain Hazardous Substances in Consumer Products“ (PoHS) soll für alle Konsumgüter gelten, nicht nur für Elektro- und Elektronikgeräte. Nur zwei der per PoHS verbotenen Stoffe verbietet auch die europäische RoHS, nämlich Blei und Cadmium. Für die Elektro- und Elektronik relevant sind insbesondere folgende von der norwegischen PoHS verbotenen Stoffe:

  • Arsen, z.B. GaAs-Halbleiter
  • nicht reaktives Tetrabrombishenol A (TBBPA), z.B. Flammhemmer in FR-4- Leiterplatten
  • Hexabromcyclododecan (HBCD) z.B. Flammhemmer in Gehäusen aus High Impact Polystyrene (HIPS)
  • Diethylhexylphthalat (DEHP), z.B. Weichmacher in PVC-Kunststoffen
  • Bisphenol A, z.B. Hauptbestandteil bei der Herstellung von Polycarbonat-Kunststoffen.

Als einzige Ausnahme sparen die Norweger die Medizintechnik aus.