Leiterplattenmarkt in Deutschland: Umsatzrückgang verlangsamt sich im Mai 2009

In der Leiterplattenproduktion deutet sich eine Bodenbildung auf niedrigem Niveau an. Der Umsatz der Leiterplattenhersteller ging im Mai gegenüber dem Vormonat um 4,2 Prozent zurück.

Zum Spitzenmonat Mai des Vorjahres beträgt der Rückgang laut dem Verband der Leiterplattenindustrie und des ZVEI-Fachverbands Electronic Components and Systems 42 Prozent, kumuliert liegt der Umsatz bei minus 40 Prozent zu den ersten fünf Monaten des vergangenen Jahres. Dabei ist es unerheblich, welche Größe ein Unternehmen hat – sowohl kleine als auch große Firmen sind in gleicher Höhe betroffen.

Der Auftragseingang stieg zum April 2009 insgesamt um 16 Prozent an, dies ist zum größten Teil auf Sonderbestellungen zurückzuführen. Gegenüber Mai 2008 liegt der Wert um knapp 38 Prozent niedriger. Der in diesem Jahr aufgelaufene Bestelleingang ist im Vergleich zum vergangenen Jahr um mehr als die Hälfte zurückgegangen. Durch das beschriebene Ungleichgewicht bei Auftragseingang und Umsatz ergibt sich ein Book-to-Bill Ratio von 0,98. Dieser Wert ist aber laut dem VdL nicht typisch und reflektiert keinesfalls eine Trendwende. Die Mitarbeiterzahl nimmt weiter ab.

Umstrukturierungsmaßnahmen in den Unternehmen führten dazu, dass seit Jahresanfang über 20 Prozent der Arbeitsplätze verloren gingen. Da in den kommenden Monaten bereits ausgesprochene Kündigungen wirksam werden, ist weiterhin mit einem Beschäftigungsrückgang zu rechnen.