Leiterplattenmarkt 40 Prozent unter dem Vorjahr

Der ZVEI hat die Februarzahlen des deutschen Leiterplattenmarkts veröffentlicht. Demnach setzt sich der Abwärtstrend fort, der Auftragseingang schrumpft auf unter die Hälfte des Vorjahreswerts.

Der Umsatz der Leiterplattenhersteller blieb im Februar 2009 um 40 Prozent unter dem Wert des Vorjahres, berichten der Verband der Leiterplattenindustrie und der ZVEI-Fachverband Electronic Components and Systems. Die beiden Verbände begründen dies mit der weltweit stark gesunkenen Nachfrage nach Maschinen und Fahrzeugen, die die Exportwirtschaft belastete. Für die Leiterplattenindustrie hatte dies zur Folge, dass Kunden verzögert Aufträge erteilten. Die dadurch resultierende Fehlauslastung verstärkte den Wettbewerb unter den Herstellern laut ZVEI deutlich. 

Der Auftragseingang erreichte sowohl für den Monat Februar als auch über die ersten beiden Monate kumuliert weniger als die Hälfte des Niveaus der Vergleichszeiträume. Bestellungen gingen im Februar noch kurzfristiger bei den Herstellern ein als in den Monaten zuvor. Selbst Kunden, die in der Vergangenheit längerfristige Lieferpläne hatten, stellten laut ZVEI auf Einzelbestellungen um. Für die Hersteller wurde dadurch die Fertigung schwieriger planbar.

Das Book-to-Bill-Ratio als Indikator für den mittelfristigen Trend erreichte 0,78. Ähnlich niedrig war der Februarwert nur im Jahr 2001 nach dem sogenannten Platzen der IT-Blase.

Seit Jahresbeginn ging die Mitarbeiterzahl um 8,5 Prozent zurück, im Vergleich zum Vorjahresmonat verloren sogar 16 Prozent der Mitarbeiter ihre Arbeit. Da Kündigungen erst mit Verzögerung wirksam werden, rechnet der ZVEI damit, dass die Mitarbeiterzahl in den kommenden Monaten weiter sinkt.