iSuppli: EMS-Firmen produzieren weniger LCD-TVs

Das EMS- und ODM-Geschäft (Original Design Manufacturing) mit LCD-TVs wird laut iSuppli in den nächsten Jahren hinter den Erwartungen zurückbleiben. Am meisten leiden darunter die großen, auf Consumer- und Volumengüter spezialisierten EMS- und ODM-Firmen.

Etwa ein Drittel der LCD-Fernseher werden nicht von den Herstellern selbst, sondern von EMS-Firmen produziert und bildet ein wichtiges Standbein für auf große Volumina spezialisierte EMS-Unternehmen. Dabei handelt es sich vor allem um die in den USA und Asien ansässigen global agierenden EMS-Konzerne.

Noch im vergangenen Jahr prognostizierte iSuppli für die LCD-TVs eine Outsourcing-Quote von 37 Prozent für 2009, nun erodiert die Prognose auf 31,3 Prozent. Der Abwärtstrend kündigte sich bereits 2008 an: Anstatt der vorhergesagten 35,2 Prozent wurden am Ende nur etwa 28,7 Prozent der LCD-Fernseher extern hergestellt.

Neben der Rezession ist die aggressive Expansion der Hersteller nach Ansicht von Jeffrey Wu, Senior Analyst für  EMS und ODM bei iSuppli, verantwortlich für das rückläufige Outsourcing. In den vergangenen zwei Jahren haben japanische und koreanische Hersteller massiv in neue Produktionsstätten in China und Osteuropa investiert. Nicht mehr nur die Geräte-Endmontage erfolgte in lokaler Nähe zum Endmarkt, sondern auch die Produktion.

 20082009201020112012
2008 Forecast35,2 %37,0 %38,8 %40,0 %41,1 %
2009 Forecast28,7 %31,3 %34,0 %36,8 %38,5 %
Quelle: iSuppli