Günstige Darlehen für »grüne« Produkte

Unternehmen, die in die Herstellung umweltfreundlicher Produkte investieren, dürfen sich zukünftig auf vergünstigte Kredite freuen. Die EU-Kommission hat eine entsprechende Regelung Deutschlands genehmigt.

Diese Regelung ist Teil des Maßnahmenpakets der Bundesregierung zur Bewältigung der Wirtschaftskrise. Sie ermöglicht es den Behörden auf Bundes-, Länder- und Kommunalebene, bis zum 31. Dezember 2010 Darlehen zu vergeben, für die bis zum 31. Dezember 2012 ermäßigte Zinssätze erhoben werden dürfen.

Die Voraussetzung ist neben der Investition in umweltfreundliche Technologien oder Produkte, dass sich das Unternehmen vor dem 1. Juli 2008 noch nicht in finanziellen Schwierigkeiten befunden hat. EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes erklärt: »Wir wollen Unternehmen auf diese Weise ermutigen, sich für die Herausforderungen der Zukunft zu rüsten und mit einem Geschäftsmodell aus der Krise hervorzugehen, das stärker mit den Umweltzielen der EU in Einklang steht.«

Die Regelung stehe laut Kroes mit dem »Vorübergehenden Beihilferahmen der Europäischen Gemeinschaft« in Einklang, der den Mitgliedstaaten Möglichkeiten eröffnet, im Rahmen der Wirtschafts- und Finanzkrise die Kapitalbeschaffung zu erleichtern.

Der ermäßigte Zinssatz darf im Fall von kleinen und mittleren Unternehmen höchstens 50 Prozent und bei Großunternehmen höchstens 25 Prozent unter dem Referenzzinssatz gemäß Abschnitt 4.4.2 des »Vorübergehenden Gemeinschaftsrahmens« liegen und höchsten zwei Jahre lang gewährt werden. Anschließend muss der ermäßigte Zinssatz bis zum 31. Dezember 2012 mindestens dem vorgenannten Referenzzinssatz entsprechen. Der Zinssatz muss jedoch stets das Risikoprofil des Unternehmens zum Zeitpunkt der Darlehensgewährung berücksichtigen.