Feuchtigkeitsempfindliche Bauteile überwachen

Siemens Electronics Assembly Systems (SEAS) hat sein Rüst-Softwaretool »Siplace Setup Center« um die Funktion »MSD-Überwachung« (MSD: Moisture Sensitive Device) für feuchtigkeitsempfindliche Bauteile erweitert.

MSD-Bauteile dürfen nur über einen festgelegten Zeitraum der normalen Umgebungsluft ausgesetzt werden. Ziel der Siplace-MSD-Option ist es, bereits zu Beginn der Fertigungsprozesskette die Verwendung von Komponenten, die durch Feuchtigkeitsaufnahme beschädigt wurden, zu vermeiden.

Über die MSD-Funktion des Setup-Centers kann der Anwender die MSD-Offenzeit für individuelle MSD-Bauteilrollen über den gesamten Bestückprozess hinweg verfolgen, sobald diese aus dem Trockenlagerschrank oder aus der dichten Verpackung entnommen wurden. Wenn die vom Hersteller zugewiesene MSD-Offenzeit abgelaufen ist, blockiert die Siplace-MSD-Überwachung die Verwendung gerüsteter MSD-Bauteilrollen bei der Offline-Rüstkontrolle oder an der SMT-Linie.

Anwender minimieren so das Risiko durch abgelaufene und damit gegebenenfalls beschädigte MSD-Bauteile fehlerhafte Produkte herzustellen. Die relevanten MSD-Daten werden in die Setup Center-Datenbank geladen und stehen über den gesamten Rüst- und Bestückprozess hinweg zentral für die Nachverfolgung zur Verfügung. So speichert die MSD-Option beispielsweise das MSD-Öffnungsdatum, jenen Zeitpunkt, an dem die hermetische Verpackung der MSD-Bauteile geöffnet wurde.

Bei der Online- und bei der Offline-Rüstkontrolle gleicht das Tool dieses Öffnungsdatum mit den gespeicherten Herstellerdaten der MSD-Bauteile ab. Sobald die Offenzeit der gerüsteten MSD-Bauteile auf der Bauteile-Rolle abläuft, warnt die MSD-Überwachung entweder mit einer Fehlermeldung und bricht die Rüstkontrolle ab, so dass diese Bauteile für den Bestückprozess gesperrt sind, oder sperrt alternativ automatisch das Bauteil an der Linie. Im weiteren Prozessverlauf können Anwender mit dem MSD-Editor die MSD-Offenzeit, Rest-Lebensdauer und das MSD-Level selbst neu eingeben.