EMS-Geschäft schwächelt weltweit

Waren die Marktforscher von isuppli in ihrer letzten Prognose noch von einem leichten Wachstum von 2,2 Prozent für den weltweiten EMS- und ODM-Markt ausgegangen, mussten sie ihre Vorhersage nun drastisch nach unten korrigieren.

Ein Minus von voraussichtlich 9,9 Prozent erwartet die Unternehmen demnach im laufenden Jahr. Im Zuge der anhaltenden Wirtschaftskrise gerät das EMS- und ODM-Geschäft (EMS = Electronics Manufacturing Services, ODM = Original Design Manufacturing) weltweit immer weiter unter Druck. Von 300,7 Milliarden Euro im Jahr 2008 soll der weltweite Gesamtumsatz in diesem Segment auf 270,8 Milliarden Euro im Jahr 2009 sinken.

Als Rutschbahn bezeichnet Chefanalyst Adam Pick die derzeitige Marktlage für EMS/ODM-Firmen. Nach Meinung der Auguren handelt es sich nicht um ein kurzfristiges Tief, wie auch die weit unter dem Vorjahresniveau liegenden Umsatzerwartungen führender EMS-Unternehmen belegen.

Damit sind die Hoffnungen, die Talsohle sei bald durchschritten, deutlich gedämpft worden. isuppli prognostiziert bis 2012 nur noch eine kumulierte jährliche Wachstumsrate von 1,3 Prozent für das globale EMS/ODM-Segment. Noch im November war von 5,3 Prozent die Rede gewesen. Laut Aussage von Adam Pick werden Elektronikhersteller zwar weiterhin die Vorteile des Outsourcings nutzen, die schwache Nachfrage wird allerdings Auftragsverlagerungen und Verzögerungen nach sich ziehen. »Außerdem gehen wir davon aus, dass einige OEM-Unternehmen die Produktion wieder inhouse eingliedern werden. Das wird die EMS- und ODM-Industrie in diesem Jahr zusätzlich lähmen.«