Elektronikschrott: Kunststoffe lösen sich in Luft auf

Panasonic hat ein Verfahren entwickelt, bei dem katalytische Reaktionen dazu eingesetzt werden, Plastikkomponenten im Elektronikschrott in nicht-schädliches Gas umzuwandeln.

Zusammen mit der Firma Kusatsu Electric hat Panasonic ein Recyclingverfahren entwickelt, das es möglich macht, Metall aus kunststoffummantelten Drähten zu recyceln, ohne den Kunststoff zu verbrennen und giftige Dämpfe in Kauf nehmen zu müssen.

Der Prozess macht sich dabei die katalytischen Eigenschaften von Titanoxid (TiO2) zunutze. Die Kunststoffbestandteile im Elektronikschrott werden mit Titanoxid in Berührung gebracht. Die katalytische Reaktion erzeugt Hitze und wandelt den Kunststoff um. Dabei lösen sie sich quasi in Luft auf: zurück bleiben nicht-schädliche Gase.

Heutzutage werden ungefähr 80 Prozent der Rohstoffe aus elektronischen Geräten recycelt. Die verbleibenden 20 Prozent gelten momentan als nicht recycelbar, dazu zählen Gummi, Glas- und Kunststoff-Metall-Gemische, die schwer trennbar sind. Sollte das Verfahren großflächig zum Einsatz kommen, könnten auf diese Weise Rohstoffe, die bisher als nicht recycelbar galten, auf umweltschonende Art wiederverwertet werden. 

Panasonic setzt das neue Verfahren bereits erfolgreich im Matsuhita Eco Technology Center in Japan ein: Das Unternehmen gewinnt Kupfer aus mit PVC-Klebeband umwickelten Entmagnetisierungsspulen aus ausgemusterten Röhrenmonitoren.