Notion Systems Drucken mit technischen Tinten

Ätzmasken direkt im Entwicklungslabor testen und die Ergebnisse schnell auf die Serienproduktion übertragen – das ist die Idee von Notion Systems. Das Unternehmen hat damit Investoren überzeugt und erhält nun eine Anschub-Finanzierung.

Der Drucker n.jet lab von Notion Systems setzt im Entwicklungslabor gewonnene Erkenntnisse direkt in ein fertiges Produkt um. Neue Ideen und Ansätze für beispielsweise Ätzmasken zur Solarzellenherstellung oder gedruckte Leiterplatten können damit sofort ausprobiert werden. Der Labordrucker unterscheidet sich zwar in seiner Größe, nicht aber in den grundlegenden technischen Eigenschaften und Möglichkeiten von den nachfolgenden Produktions-Druckern. So vereinfacht sich die Übertragung neuer Prozesse in die Produktion. Dr. Matthias Dill, Investment Manager beim High Tech Gründerfonds, sagt »Wir haben in Notion Systems investiert, weil das Unternehmen eine wichtige Nische bedient. Mit den Druckern lassen sich zum Beispiel Solarzellen günstiger herstellen.«

Obwohl das Unternehmen erst im Oktober 2012 gegründet wurde, stellt es bereits im April auf der Printed Electronics in Berlin ein erstes Modell vor.

Generell eignet sich das Gerät für Forschungslabore und große Unternehmen mit eigenen Entwicklungsabteilungen. Leicht modifiziert lässt es sich aber auch in der Produktion von Kleinserien einsetzen, da Notion Systems die Druckfläche von etwa 305 x 305 mm auf Anfrage vergrößern kann. Neben dieser Flexibilität in der Größe der bedruckbaren Fläche bietet der Drucker auch eine Positionierungsgenauigkeit der Druckköpfe im Mikrometerbereich und einen stabilen, industrietauglichen Aufbau. Zusätzlich lassen sich in das Gerät verschiedene Druckköpfe unterschiedlicher Hersteller einsetzen, um den Drucker bestmöglich an die jeweilige Aufgabe anzupassen.

Der Drucker und die zugehörige Steuerungssoftware sind vollständige Eigenentwicklungen von Notion Systems. Dafür haben die sieben Physiker, Informatiker und Maschinenbauer des Unternehmens gesorgt. Doch Michael Doran denkt auch an die Zukunft: »Ich hoffe, dass wir bald mehr Mitarbeiter bekommen, denn wir haben viel zu tun«.

In Notion Systems, die in Schwetzingen Inkjet-, Laser- und Automationssysteme entwickelt, investieren der High-Tech Gründerfonds, Georgieff Capital Beteiligungen und die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg (im Rahmen des Seedfonds BW).