Deutscher Leiterplattenmarkt: Verschnaufpause im Juni

Der Umsatz der Leiterplattenhersteller lag im Juni geringfügig unter den Werten des Mai bzw. des Vergleichsmonats 2007. Der Auftragseingang erreichte jedoch erneut einen Spitzenwert.

Dies berichten der Verband der Leiterplattenindustrie und der ZVEI-Fachverband Electronic Components and Systems. Trotz leichtem Umsatzrückgang im Juni schlossen die deutschen Leiterplattenhersteller die erste Jahreshälfte positiv ab: Der ZVEI ermittelte einen Umsatzanstieg von 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch gegenüber den Jahren davor ist das Ergebnis der ersten Jahreshälfte 2008 positiv.

Der Auftragseingang stieg gegenüber Mai an und erreichte einen Spitzenwert von 15 Prozent über dem vorangegangenen Monat, 16 Prozent über Juni 2007 und 17 Prozent über dem langjährigen Mittelwert. Als Ursache für diesen erneuten Spitzenwert nennt der ZVEI die zwei zusätzlichen Arbeitstage, die der Juni mehr hatte, als der vorangegangene Mai. Insgesamt beobachtete der ZVEI große Schwankungen bei den von den Leiterplattenherstellern belieferten Branchen und eine steigende Kurzfristigkeit der Aufträge.

Für Juni zeigte das Book-to-Bill-Ratio mit 1,07 wieder deutlich auf Wachstum. Auch für das erste Halbjahr insgesamt liegt der Wert mit 1,05 auf einem hohen Niveau. Die Mitarbeiterzahl nahm saisonal bedingt leicht zu, da wegen der Sommerferien verstärkt Aushilfen eingestellt wurden. Diese Verträge laufen allerdings im September wieder aus.