Deutscher Leiterplattenmarkt im Oktober noch stabil

Trotz eines zu erwartenden Abschwungs lagen die Auftragseingänge im Oktober 2008 erneut auf einem hohen Niveau, berichten der Verband der Leiterplattenindustrie und der ZVEI-Fachverband Electronic Components and Systems in den aktuellen Zahlen.

Als Ursache für den hohen Auftragseingang im Oktober, der auf dem ebenfalls hohen Vorjahresniveau lag, nannte der ZVEI starre Beschaffungszeiträume der Abnehmer. Der über die ersten zehn Monate kumulierte Auftragseingang lag laut ZVEI ebenfalls auf Vorjahreshöhe.

Der Umsatz der deutschen Leiterplattenhersteller sank im Vergleich zum außergewöhnlich hohen Vorjahreswert um 14 Prozent, erreichte aber einen üblichen Durchschnittswert, berichtet der ZVEI. Der kumulierte Umsatz hält sich auf Vorjahresniveau (-1 Prozent). Durch Verschiebungen großer Auftragsvolumina auf spätere Liefertermine fehlte jedoch die kurzfristige Auslastung. Die relativ hohe Abhängigkeit von Massenmärkten wie der krisengeschüttelten Automobilindustrie kann durch andere Industriezweige nicht kompensiert werden.

Die negativen Auswirkungen der beginnenden Rezession waren für die Leiterplattenhersteller im Oktober noch gering, Zulieferer spürten jedoch schon eine seit mehreren Monaten anhaltende Kaufzurückhaltung. Durch den hohen Bestelleingang bei gleichzeitig durchschnittlichem Umsatz erreicht das Book-to-Bill-Ratio einen außergewöhnlich hohen Wert von 1,29.

Die Mitarbeiterzahl reduzierte sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,2 Prozent. Reduzierte Umsatzerwartungen für die Folgezeiträume führen dazu, dass die Unternehmen befristete Arbeitsverträge nicht verlängern.