Deutscher Leiterplattenmarkt: April beschert einen Rekordmonat

Der Umsatz der Leiterplattenhersteller in Deutschland hat im April alle Vergleichswerte übertroffen. Das berichten der Verband der Leiterplattenindustrie und der Fachverband Electronic Components and Systems im ZVEI.

Zum Vormonat März 2008 betrug die Steigerung 15,6 Prozent, zum April 2007 waren es 13,5 Prozent. Auch kumulativ liegt das Gesamtvolumen um 5,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Gründe für das gute April-Ergebnis liegen laut ZVEI in der ungewöhnlich hohen Anzahl von 22 Arbeitstagen im April bzw. 84 Arbeitstagen seit Jahresbeginn. Zusätzlich spielten wie auch schon in den vorhergehenden Monaten Versorgungsengpässe und Qualitätsprobleme in Asien eine Rolle.

Der Auftragseingang ist seit dem Jahr 2000 der zweithöchste für einen April – gleiches gilt für das ausgelaufene Jahr. Verglichen mit dem Vorjahresmonat stieg der Eingang der Bestellungen um 12 Prozent. Die Bereiche Automobil und Industrieelektronik stachen besonders hervor.

Dabei wurden laut ZVEI die Aufträge zur Erhöhung der Versorgungssicherheit erteilt und kleinere Seriengrößen aus dem Industriebereich, die nicht für eine Verlagerung geeignet sind, verstärkt in Europa gebucht.

Das Book-to-Bill-Ratio erreichte einen Wert von 1,04, es lag damit etwas niedriger als in den vorangegangenen Monaten. Für einen April stellt es aber durchaus einen guten Wert dar. Die Mitarbeiterzahl war im April weiterhin stabil, der ZVEI beobachtete nur geringfügige Änderungen.