5. BuS-Fachpodium: Fertigungsstrategie der Zukunft

Wann und warum das Auslagern der Produktion sinnvoll ist, diskutierten die Teilnehmer des 5. Fachpodiums des EMS-Unternehmens BuS Elektronik unter der Leitung von Dr. Stefan Weyhe, Geschäftsführer des FED.

Die Vertreter des Outsourcing-Standpunktes Ulrich Schäfer, Geschäftsführer von Checkpoint Systems, und Andreas Thun, Geschäftsführer von iris, argumentierten in erster Linie mit Kostenvorteilen und der Reduzierung des unternehmerischen Risikos.

Günter Bott, Bereichsleiter Produktion von Jumo, dagegen vertrat die Meinung, dass die Inhouse-Fertigung aufgrund beispielsweise geringerer Reibungsverluste und des enormen Know-hows, das seine Firma aufgebaut hat, die sinnvollere und für Jumo kosteneffizientere Lösung ist. Nichtsdestotrotz lagern bereits viele Unternehmer unterschiedlicher Branchen bis zu 70 Prozent ihrer Produktion aus Effizienzgründen aus.



Die Erfahrung zeigt, dass sich das Thema »Outsourcing - Pro und Contra« nicht pauschal über einen Kamm scheren und mit »Ja oder Nein« beantworten lässt. Es gilt, je nach Projekt individuell zu entscheiden, welche Alternative sich lohnt. In jedem Fall sollte der Outsourcing-Interessent seinen zukünftigen Dienstleister genau unter die Lupe nehmen, empfiehlt Dr. Werner Witte, Geschäftsführer von BuS Elektronik. Dabei spielen zahlreiche Faktoren eine Rolle: unter anderem die wirtschaftliche Situation des potenziellen Partners, die technische Expertise, Transparenz und Kostenstruktur sowie Qualität, Einkauf und Logistik.