300-mm-Wafer bringen Herstellern Umsatzrekord

Im Jahr 2007 wurden Wafer im Wert von 12,5 Milliarden Dollar verkauft. Das ist fast ein Viertel mehr als im vergangenen Jahr. Am stärksten wuchs der deutsche Hersteller Siltronic.

Wie die Marktforscher von Gartner berichten, sind das 22,5 Prozent mehr als im Jahr 2006, als das Umsatzvolumen bei 10,2 Mrd. Dollar lag. Der Grund für das hohe Wachstum war vor allem die gestiegene Nachfrage nach 300-mm-Wafern, da viele Halbleiterhersteller ihre Fertigung umgestellt hatten. Dadurch seien auch die Wafer-Preise auf einen Höchststand gestiegen. Das die Preise so hoch sind, liegt außerdem an der derzeitigen Knappheit an Polysilizium.

Der Trend zu den 300-mm-Wafern zeigt auch, dass der Verkauf von 200-mm-Wafern im vierten Quartal 2007 erstmals zurückgegangen ist.

Größter Wafer-Hersteller war der japanische Chemie-Konzern Shin-Etsu Handotai, der seinen Umsatz in diesem Geschäft um fast 25 Prozent auf rund 4 Mrd. Dollar erhöhte. Shin-Etsu Handotai  hat einen Marktanteil von 32,5 Prozent. Auf dem 3. Platz befindet sich der deutsche Wafer-Hersteller Siltronic mit einem Umsatz von 1,8 Mrd. Dollar, was einem Wachstum von fast 30 Prozent entspricht. Kein der anderen 5 größten Hersteller wuchs so stark. Siltronics Marktanteil liegt bei 14,8 Prozent.

Die Regionen, in denen das höchste Umsatzwachstum erzielt wurde, waren China (44 Prozent), Südkorea (52 Prozent) und Taiwan (30 Prozent). In den USA, Japan und Europa wuchs der Umsatz um rund 10 Prozent. Aufgrund der Stabilisierung des Marktes soll sich das starke Wachstum in diesem Jahr jedoch wieder abschwächen.