Innovationspreise vergeben Wirkungsgrad und Leistungsdichte sind entscheidend

Prof. Leo Lorenz, Benjamin Zeller Dr. Johann Miniböck und Betttina Heidenreich Martin (von links) bei der Überreichung des Semikron Innovationspreises und des Young Engineer Awards auf der PCIM 2014.
Prof. Leo Lorenz, Benjamin Zeller Dr. Johann Miniböck und Betttina Heidenreich Martin (von links) bei der Überreichung des Semikron Innovationspreises und des Young Engineer Awards auf der PCIM 2014.

Der Semikron-Innovationspreis 2014 geht in diesem Jahr an Prof. Dr. Johann Walter Kolar vom Power Electronic Systems Laboratory der ETH Zürich und Dr. Johann Miniböck von der österreichischen M-PEC Power Electronics Consulting.

Die beiden Forscher haben ein neues Schaltungskonzept für eine PCF-Stufe (Power Factor Correction) mitsamt der zugehörigen Topologie entwickelt. Diese basiert auf der parallelen Anordnung mehrerer taktversetzter Halbbrücken, die im Dreieick-Strommodus arbeiten. Mit dieser Innovation auf dem Gebiet der „Multiple-Interleaved Triangular-Current-Mode“-Konverter konnten die Grenzen bei Wirkungsgrad und Leistungsdichte von PCF-Stufen angehoben werden.
Der Innovationspreis wird vergeben von der Semikron-Stiftung und dem Europäischen Zentrum für Leistungselektronik (ECPE). Eines der wichtigsten Ziele für das ECPE ist nach Aussage ihres Präsidenten Prof. Dr. Leo Lorenz, Forschung und Bildung auf dem Gebiet der Leistungselektronik zu unterstützen. Dabei umfasst das Netzwerk des ECPE 70 europäische Universitäten und Forschungseinrichtungen.

Der „Young Engineers Award“ ging an Benjamin Zeller von Fujitsu Technology Solutions in Augsburg für seinen Beitrag zur Entwicklung eines hocheffizienten 65-W-Netzteils für ein PC Mainboard. Neben der Verbesserung des Gesamtwirkungsgrades lag der Schwerpunkt darauf, einen guten Wirkungsgrad auch bei geringer Last zu erreichen. Das Schlüsselelement hierfür war die Konstruktion eines hocheffizienten Transformators mit optimierter Kopplung und niedriger Primär-Streuinduktivität.

Prof. Leo Lorenz würdigte in seiner Laudatio auch die Bedeutung solcher Entwicklungen für den Wirtschaftsstandort Europa: „Diese Innovation hat gezeigt, dass es möglich ist, auch im kostensensitiven PC-Markt durch die Einführung eines hohen Integrationsgrades der Platine, Mehrwert nach Europa zurückzubringen.