Alstom-Bieterschlacht Verständnis für die Entscheidung

Der Siemens-Vorstandsvorsitzende Joe Kaeser äußert Verständnis für die nationalen Interessen der französischen Regierung bei der Neuordnung von Alstom.

Nach der Zurückweisung des Siemens/Mitsubishi-Angebots durch den Aufsichtsrat von Alstom als nicht ausreichend, widerspricht der Siemens-Vorstandsvorsitzende Joe Kaeser nachdrücklich dieser Einschätzung, äußert aber gleichzeitig Verständnis für die nationalen Interessen der französischen Regierung.

Hier der Text der Siemens-Verlautbarung im Wortlaut: 

Siemens hat die Ankündigung der französischen Regierung, bei der Neuordnung von Alstom nationale Interessen selbst stärker zu wahren, zur Kenntnis genommen.

„Wir respektieren und verstehen die politischen Interessen der Regierung auf dem Gebiet der Energietechnik. Wir hatten zusammen mit unserem Partner MHI sowohl in Bezug auf industrielle und strategische Nachhaltigkeit, als auch in finanzieller Hinsicht sowie bei sozialen Aspekten nachweislich das bessere Angebot. Aber die Wahrung nationaler Interessen ist Angelegenheit des Staates“, sagte Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender von Siemens und fuhr fort: „Wir haben in der Auseinandersetzung um Alstom Handlungsfähigkeit, unternehmerischen Willen, strategische Finesse und letztlich vor allem auch Disziplin bewiesen.“

Siemens hat mit der Vision 2020 ein langfristig und ganzheitlich angelegtes Unternehmenskonzept, das entschlossen und zielstrebig weiterverfolgt wird. Der Erwerb des Gasturbinengeschäfts hätte dabei in die Gesamtstrategie gepasst.