Dreamliner-Akkus Untersuchungen bald abgeschlossen

Ein NTSB-Mitarbeiter dokumentiert Einzelteile aus dem verbrannten Akku. Der Grad der Zerstörung erschwert es, die Ursache für den Brand zu finden. Im Inneren des Akkus herrschten Backofen-Temperaturen von über 260 °C.
Ein NTSB-Mitarbeiter dokumentiert Einzelteile aus dem verbrannten Akku. Der Grad der Zerstörung erschwert es, die Ursache für den Brand zu finden. Im Inneren des Akkus herrschten Backofen-Temperaturen von über 260 °C.

Vor fast genau einem Jahr brannte ein Akku der »Japan Airlines« im neuen Dreamliner auf dem Bostoner Flughafen. Die Ursache dafür war ein Kurzschluss innerhalb des Akkupacks. Was ihn ausgelöst hat, wird seitdem untersucht. Diese Arbeiten sollen jetzt bald abgeschlossen werden.

Was geschah am 7. Januar 2013 mit dem Akku an Bord einer Boeing 787 in Boston? Es ist bekannt, dass es einen oder mehrere Kurzschlüsse gab und der Akku deshalb thermisch durchgegangen ist. Allerdings ist noch unklar, warum das geschehen ist.

Offensichtlich sind die Untersuchungen jetzt einen Schritt vorangekommen. Wie die amerikanische Transportsicherheitsbehörde NTSB (National Transportation Safety Board ) jetzt mitgeteilt hat, sollen die Untersuchungen Ende März abgeschlossen sein. Im Herbst soll es dann einen Bericht geben und der Öffentlichkeit in Washington vorgestellt werden.

Die Untersuchungen sind extrem umfangreich und daher sehr langwierig. So werden die einzelnen Zellen des Unglücks-Akkus Computertomographien und vielen anderen Tests unterzogen. Das Gleiche wird mit Referenz-Akku gemacht, um die Ergebnisse zu vergleichen. Auf diesem Weg sind allein über 200.000 CT-Scans der Akkuzellen zustande gekommen. Getestet wird auch das komplette Akku-System sowie das Batteriemanagementsystemt. Darüber hinaus werden Mitarbeiter des Batterieherstellers GS Yuasa, von Thales und von Boeing befragt sowie Daten und Informationen aus diesen Unternehmen erfasst. Bei GS Yuasa wird außerdem der Herstellungsprozess der Akkus genau unter die Lupe genommen.

Je nachdem wo die Unfallursache nun liegt, könnten die Ergebnisse der Untersuchungen große Bedeutung für zukünftige Sicherheitskonzepte von Lithium-Ionen-Akkus haben. Boeing selbst hatte einen Stahlcontainer um die Akkus gebaut und damit wieder die Flugerlaubnis erhalten.