Grüne Stromverteilung von Siemens Transformatoren auf Pflanzenölbasis

In Zusammenarbeit mit Siemens, der Universität Stuttgart und dem Institut für Energie-und Umweltforschung in Heidelberg werden die mit Pflanzenöl gefüllten Transformatoren überwacht und die Ergebnisse über ein Jahr ausgewertet.
Über ein Jahr werden die mit Pflanzenöl gefüllten Transformatoren überwacht, um die Ergebnisse auszuwerten.

Verteiltransformatoren sind das letzte Bindeglied in der Stromverteilung zum Verbraucher. Oft sind sie in der Nähe von Gebäuden oder in Wohngebieten aufgestellt. Für ein Pilotprojekt lieferte Siemens nun die ersten grünen Verteiltransformatoren.

Siemens liefert für die Netze BW, dem größten Stromnetzbetreiber in Baden-Württemberg mehr als 100 Verteiltransformatoren mit biologisch abbaubarer Isolierflüssigkeit. Für Siemens ist das der weltweit größte Auftrag für die neuen Transformatoren. Sie sind mit natürlichem Ester gefüllt, einer Flüssigkeit auf Pflanzenölbasis aus nachwachsenden Rohstoffen – wie Raps, Sonnenblumen oder Soja. Bisher sind Isolier- und Kühlflüssigkeiten wie Mineral- und Silikonöle üblich, doch im Gegensatz zur der grünen Alternative sind sie umweltschädlich und leicht brennbar.

Dagegen ist das natürliche Isolieröl ist beinahe vollständig biologisch abbaubar. Außerdem bietet es aufgrund des höheren Flammpunktes einen deutlich besseren Brandschutz, was den Betrieb sicherer macht. Die mit Ester gefüllten Trafos sind besonders für Wasser- und Naturschutzgebiete oder auch in Bereichen mit erhöhten Brandschutzauflagen geeignet. Außerdem altert das als Isoliermaterial verwendete Spezialpapier in Estern unter Ausschluss von Luftsauerstoff langsamer und kann somit die Lebensdauer der Transformatoren verlängern.

Seit 2004 baut Siemens große Leistungstransformatoren mit Ester-Isolierung. Verteiltransformatoren mit synthetischer Ester-Isolierung wurden bislang insbesondere für den Einsatz in Windparks gefertigt.