Wiederverwertung von Akkus Solarstromspeicher aus gebrauchten Fahrzeugakkus

Ein Nissan Leaf vor den Containern, in denen sich die Solarstromspeicher befinden.
Ein Nissan Leaf vor den Containern, in denen sich die Solarstromspeicher befinden.

Der japanische Mischkonzern Sumitomo hat einen 400-kWh-Solarstromspeicher aus gebrauchten Fahrzeugakkus entwickelt. Das ist das Ergebnis eines dreijährigen Projekts mit dem Autohersteller Nissan.

Damit hat Sumitomo den weltweit ersten, Solarstromspeicher für hohe Leistungen entwickelt, der aus gebrauchten Elektrofahrzeug-Akkus besteht. Dieser Prototyp mit einer Kapazität von 400 kWh und einer Spitzenleistung von 600 kW wird auf »Yume-shima Island« bei Osaka stehen und die Energie aus einem Solarpark zwischenspeichern. Noch in diesem Monat soll er seinen Betrieb aufnehmen.

Für dieses Projekt hatten Sumitomo und Nissan im Jahr 2010 das Gemeinschaftsunternehmen »4R Energy Corporation« gegründet. Daher stecken in den Stromspeicher 16 gebrauchte Lithium-Ionen-Akkus des Nissan Leaf. Die nächsten drei Jahre soll nun intensiv getestet werden, wie sich der Energiespeicher im Netzt verhält und dort zum Beispiel Spitzen abfängt. Sollten die Tests positiv verlaufen, könnten danach möglicherweise weitere Solarstromspeicher aus gebrauchten Elektroauto-Akkus gebaut werden.

Die Idee, gebrauchte Fahrzeugakkus für stationäre Energiespeicher wiederzuverwenden, findet sich weltweit auch in zahlreichen weiteren Projekten. So bietet der norddeutsche Energieversorger Wemag zum Beispiel einen Solar-Heimspeicher aus gebrauchten Pedelc-Akkus an. Vattenfall und BMW starteten im letzten Jahr das Projekt »Second Life Batteries«. Gebrauchte Akkus aus Fahrzeugen der Hamburger Hafencity sollen dabei als Zwischenspeicher für Schnell-Ladestationen verwendet werden.

*In einer vorhergehenden Version dieses Artikels hatten wir "600-kWh-Solarstromspeicher" geschrieben. Tatsächlich sind es 400 kWh.