Konzentratorphotovoltaik Solarmodul mit 36,7% Wirkungsgrad

Das Konzentratormodul »Flatcon« des Fraunhofer ISE erreicht einen Wirkungsgrad von 36,7 Prozent.
Das Konzentratormodul »Flatcon« des Fraunhofer ISE erreicht einen Wirkungsgrad von 36,7 Prozent.

Das Fraunhofer ISE vermeldet einen neuen Weltrekord für ein Konzentratormodul aus Mehrfachsolarzellen: Die Modultechnologie Flatcon weist einen Wirkungsgrad von 36,7% auf, die darin verwendete Vierfachsolarzelle 44,7%. Mit Konzentratorphotovoltaik-Systemen erzeugter Solarstrom kostet unter 8 Ct/kWh.

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE forscht schon seit längerer Zeit an Konzentratorphotovoltaik. Bei dieser Technologie wird mit Hilfe einer Fresnel-Linse Sonnlicht gebündelt und auf eine sehr kleine, aber hocheffiziente Solarzelle gelenkt. Das Fraunhofer ISE entwickelte aus den Solarzellen die Modultechnologie »Flatcon«. Nun können die Forscher einen neuen Weltrekord vermelden: Das Konzentratormodul erreicht einen Wirkungsgrad von 36,7 Prozent. Gemessen wurde der Wirkungsgrad unter CSTC-Bedungen (concentrator standard testing conditions).

Möglich wurde dieser Wirkungsgrad durch ein Anpassen der Linse an eine neue Solarzellenstruktur. Letztere stammt von der Firma Soitec Solar und ist eine auf der Wafer-Bonding-Technologie basierende Vierfachsolarzelle. Verbaut wurden diese Solarzellen in Modul mit einer Aperturfläche von 832 cm² - auf dieser Fläche trifft das Licht auf der Moduloberfläche auf. Mit 52 jeweils 16 cm² große Fresnel-Linsen wird das Sonnenlicht mit dem Faktur 230 auf 7 mm² große Solarzellen konzentriert.