Wechselrichter SMA und Danfoss schließen sich zusammen

Die beiden Wechselrichter-Hersteller werden in Zukunft zusammen arbeiten. Dafür steigt Danfoss mit 20 Prozent bzw. 300 Millionen Euro bei SMA ein. SMA wiederum übernimmt die Sparte für Photovoltaik-Wechselrichter von Danfoss. Grund dafür ist der zunehmende Preisdruck in der Branche.

Das Geschäft für PV-Wechselrichter hat sich seit einiger Zeit geändert. Während der Umsatz früher steil nach oben ging, ist es in den letzten Jahren schwieriger für die Branche geworden. Ein Grund dafür war der Preisverfall, der zum Beispiel den Umsatz von SMA von 2010 bis 2013 um 50 Prozent nach unten drückte.

Vor diesem Hintergrund ist nun die Partnerschaft zwischen dem dänischen Hersteller Danfoss und dem Weltmarktführer für PV-Wechselrichter SMA zustande gekommen.

Mit diesem Schritt wollen beide Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen. Das betrifft zum einen die Entwicklung, bei der künftig zusammengearbeitet werden soll. So befindet sich Danfoss mit seiner Sparte der Antriebsumrichter schon länger in einem sehr wettbewerbsintensiven Markt mit einem hohen Preisdruck während das für SMA erst seit wenigen Jahren der Fall ist. SMA will daher von dem Know-how profitieren, Produkte in einem solchen Umfeld zu entwickeln. Personelle Veränderungen soll es dafür aber nicht geben. Dazu kommt auch noch ein Technologie-Austausch beider Unternehmen.

Neben der gemeinsamen Entwicklung ist der Einkauf ein weiterer Teil der Partnerschaft. Danfoss kann hier etwa von dem schneller wachsenden Markt für PV-Wechselrichter und seinen höheren Einkaufsvolumina profitieren. Dadurch sollen ab 2015 zweistellige Millionenbeträge gespart werden.

Da beide Unternehmen auf dem Gebiet der PV-Wechselrichter im Wettbewerb zueinander stehen, trennt sich Danfoss von seiner eigenen Sparte für PV-Wechselrichter, die an SMA verkauft werden soll. Dafür bekommt SMA alle Rechte an diesen Produkten. Danfoss wird sie allerdings weiter im Auftrag von SMA fertigen.

Danfoss wird wiederum mit 20 Prozent bei SMA einsteigen und kauft dafür 6,94 Millionen Aktien zu einem Kurs von 43,57 Euro, was rund 302 Millionen Euro entspricht.

Die Partnerschaft und der Verkauf des PV-Wechselrichtergeschäfts sollen nach Prüfung durch die Behörden im dritten Quartal 2014 wirksam werden.