Tausende Arbeitsplätze in Deutschland betroffen Siemens streicht weitere 4.500 Stellen

Die Kündigungswelle bei Siemens ist noch nicht zu Ende: Der Technologiekonzern streicht weitere 4500 Arbeitsplätze, Tausende davon in Deutschland.

Die Kündigungswelle bei Siemens ist noch nicht zu Ende: Der Technologiekonzern streicht weitere 4500 Arbeitsplätze, Tausende davon in Deutschland.

Siemens streicht im Zuge seines Konzernumbaus weitere 4.500 Stellen. Davon sollen nach derzeitigem Stand rund 2.200 in Deutschland wegfallen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Wo genau die Arbeitsplätze gestrichen werden, blieb zunächst offen. Verbessern will Siemens vor allem die Ertragskraft im Stromerzeugungsgeschäft der Energietechnik (Power and Gas).

Aber auch unrentable Geschäftsfelder hat Kaeser auf den Prüfstand gestellt - und will sie offenbar größtenteils in Eigenregie sanieren. Das könnte möglicherweise weitere Arbeitsplätze kosten, z.B. im Transformatorengeschäft. Die Zahlen für das zweite Geschäftsquartal dürften angesichts der Probleme im wichtigen Energiegeschäft nur durchwachsen ausfallen. Bereits im März hatte Kaeser die Öffentlichkeit auf einen Umsatzrückgang und Ertragsdruck im Kerngeschäft eingestimmt.

Siemens hatte bereits im Februar angekündigt, 7.800 Stellen abzubauen, davon 3.300 in Deutschland. Nach Verhandlungen mit den Arbeitnehmern reduzierte sich diese Zahl auf etwa 2.900 Stellen in Deutschland. Konzernchef Joe Kaeser will mit dem Umbau eine Milliarde Euro sparen und den Münchener Technologieriesen profitabler machen.

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2014/2015 erzielte Siemens einen Gewinn nach Steuern von 3,9 Milliarden Euro, das ist mehr als dreimal so viel wie vor Jahresfrist. Darin waren allerdings 3,2 Milliarden Euro aus dem Verkauf der Hörgerätesparte und des Anteils an der Hausgerätetochter BSH enthalten. Das Ergebnis aus dem industriellen Geschäft schrumpfte indes um fünf Prozent, vor allem wegen der Probleme bei Power and Gas.