Forschung auf dem Dach Neues Institutgebäude für das ZSW

Das neue Gebäude des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) in Stuttgart
Das neue Gebäude des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) in Stuttgart

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden Württemberg (ZSW) eröffnet am 5. Juli sein neues Institutgebäude in Stuttgart. Dank Solarzellen und Wärmesonden wird der Strom- und Wärmebedarf zum größten Teil durch erneuerbare Energien gedeckt.

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden Württemberg (ZSW) eröffnete gestern feierlich seinen neues Institutgebäude in Stuttgart. An der Einweihung nahmen auch Vertreter der Politik wie die Wirtschaftsministerien Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut teil. »Mit der Förderung des Institutsneubaus sowie unserer institutionellen Grundförderung investieren wir in die Zukunft und schaffen für Wirtschaft, wirtschaftsnahe Forschung und Beschäftigte wertvolle Perspektiven«, sagte die Wirtschaftsministerin.

Erneuerbare Energien decken einen Großteil des Energiebedarfs

Neben dem größeren Platzangebot und einer kommunikationsfördernden Architektur, dürften sich die Wissenschaftler vor allem über den Dach- und Fassadenbelag freuen. Dort sorgen nämlich 357 Solarmodule mit der vom ZSW entwickelten CIGS-Dünnschichttechnologie für die Stromversorgung der neuen Labore, Werkstätten und Büros. Dies ist aber nicht das einzige Zugeständnis an die erneuerbaren Energien. Einen Großteil der Wärme- und Kälteversorgung übernehmen 32 Erdwärmsonden und eine Wärmepumpe

Das industrieorientierte Forschungsinstitut ZSW entwickelt neue Technologien für die Energiewende. Neben der klimafreundlichen Bereitstellung von Strom, Wärme und Kraftstoff, spielen auch die Themen Energiewandlung und Energiespeicherung eine große Rolles. Aus den Laboren des ZSW stammt unter Anderem die Power-to-Gas-Speichertechnologie und eine Weiterentwicklung der Lithium-Ionen-Batterie.

Mehr Platz für neue Forschung

Mit dem neuen Institutsgebäude wird auch de Erweiterung des Arbeitsspektrums erleichtert. Frithjof Staiß, der geschäftsführende ZSW-Vorstand, betonte: »Aus der Idee ist nun Wirklichkeit geworden. Jetzt arbeiten wir in einer Infrastruktur, die uns zusätzliche Perspektiven bietet.« Die Stuttgarter-Mitarbeiter sind bereits vor einigen Wochen in das Gebäude an der Meitnerstaße 1 eingezogen und damit zum ersten Mal unter einem Dach untergebracht.