Staatliches Förderprogramm Mehr als 500 Anträge für Solarstromspeicher

Bringt es nun etwas oder nicht? Das Energiespeicher-Förderprogramm des Bundes hat große Hoffnungen in der Industrie geweckt aber auch Skepsis erzeugt. Nun legte die KfW-Bank die ersten Antragszahlen vor und die sind gar nicht so schlecht.

Nicht nur die deutschen Solar-Unternehmen setzen große Hoffnungen auf die Energiespeicher und damit auch auf das Förderprogramm des Bundes. Das wird über die staatliche KfW-Bank gesteuert, die Interessenten einen Kredit für den Neubau einer PV-Anlage mit Energiespeicher bzw. auf dessen Nachrüstung gewährt. Zum Kredit dazu kommt ein zusätzlicher und einmaliger Zuschuss des Bundes der sich nach Größe und Preis des Energiespeichers richtet. Für diesen Zuschuss stehen aktuell 25 Millionen Euro bereit.

In den ersten beiden Monaten des Programms, das im Mai begonnen hat, sind nun 540 Anträge zur Förderung von Energiespeichern bei der KfW eingegangen. Das ist ein erster erster Indikator dafür, wie das Programm angenommen wird. Ein Sprecher der KfW-Bank zeigte sich zufrieden mit dem Anlaufen der Förderung, es seien etwas mehr Anträge eingegangen, als erwarte wurde.

Die 540 eingegangen Anträge entsprechen einer durchschnittlichen Kreditsumme von 18.200 Euro, insgesamt also rund 10 Millionen Euro. Man kann also davon ausgehen, dass es sich bei den Antragstellern in erster Linie um kleinere Privathaushalte handelt. Einer Modellrechnung des Bundesverbandes der Solarwirtschaft zufolge, kostet eine 5-kWp-PV-Anlage mit einem 3,3-kWh-Lithium-Ionen-Akku rund 19.500 Euro. Das ist in etwa typisch für einen 4-Personen-Haushalt.

Gleichwohl muss sich die Zahl noch deutlich nach oben entwickeln, auf ein Jahr gerechnet ergäbe die Antragszahl gerade einmal 6.500 Solarstromspeicher für ganz Deutschland. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Unternehmen, die solche Systeme anbieten. Dazu gehören die klassischen Photovoltaik-Unternehmen, Wechselrichterhersteller, Batteriehersteller aber auch ganz neue Firmen.

Mit dem Förderprogramm will der Bund das Entstehen eines Marktes für Energiespeicher anstoßen. Marktanalysten sind im Vorfeld bereits von einer positiven Wirkung des Förderprogramms ausgegangen, nun sind die ersten Fakten dazugekommen.

Verschiedene Medien hatten berichtet, dass bereits jetzt schon die Hälfte der Mittel für das Förderprogramm in diesem Jahr verbraucht seien. Das ist aber nicht so. Das würde bedeuten, dass das Förderprogramm nur für rund 1.000 Anträge im Jahr ausgelegt ist, was dem Markt sicher wenig Impulse verleihen könnte. Bei den genannten 10 Millionen Euro handelt es sich lediglich um die Kreditsumme, welche die KfW für die Photovoltaik-Anlagen inklusive Speicher zur Verfügung stellt und nicht um das direkte Fördergeld. Welcher Anteil davon durch die 540 Anträge beansprucht wird, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht sagen.