Förderprogramm Mehr als 1000 Anträge für Solarstromspeicher

Seit dem Start des Förderprogramms für Solarstromspeicher im Mai sind bereits über 1.000 Anträge bei der KfW-Bank eingegangen. Damit hat sich die Antragszahl innerhalb von zwei Monaten verdoppelt.

Das Förderprogramm der Bundesregierung für Solarstromspeicher läuft recht dynamisch an. Wie der Bundesverband für Solarwirtschaft (BSW-Solar) mitteilte sind seit Start des Programms am 01. Mai dieses Jahres bereits über 1.100 Anträge zur Förderung von Solaranlagen mit einem Energiespeicher eigegangen. Damit hat sich die Zahl der Anträge innerhalb von zwei Monaten verdoppelt. Anfang Juli waren es noch 540 Anträge gewesen. Die Zahlen basieren auf Angaben der KfW-Bank (Kreditanstalt für Wiederaufbau).

Die Höhe der Kreditanträge erreichte damit ein Volumen von 18,7 Millionen Euro. Diese Summe umfasst neue Solaranlagen mit dem dazugehörigen Energiespeicher. Der Bund finanziert diese Anlagen mit einem zinsgünstigen Darlehen sowie einem Tilgungszuschuss von bis zu 30 Prozent für den Stromspeicher. Die Summe für den Tilgungszuschuss, also der direkte Zuschuss für die Energiespeicher, beläuft sich derzeit auf 3,3 Millionen Euro. Insgesamt stehen noch 25 Millionen Euro in diesem Jahr zur Verfügung.

Mit den 1.100 Anträgen gibt es zwar doppelt so viele Anträge als noch vor zwei Monaten, allerdings ist diese Zahl noch recht klein, wenn man den Gesamtmarkt betrachtet. So gab es im Jahr 2012 rund 1,28 Millionen Photovoltaik-Anlagen in Deutschland. Am Markt für Solarstromspeicher gibt es ebenfalls jede Menge Hersteller, allein auf der Branchenmesse Intersolar waren 76 Anbieter solcher Systeme anwesend.

Grundsätzlich wird diesem Markt jedoch ein starkes Wachstum prognostiziert. Die Marktforscher von IHS gehen etwa davon aus, dass die Leistung der installierten Solarstromspeicher in Deutschland auf 5 GW im Jahr 2017 steigt. Im Jahr 2012 waren es 8 MW.