Große Energiespeicher Lithium-Ionen-Akku mit 700 kWh geht an den Start

Durch die Photovoltaik und die Windkraft ist die Stromerzeugung zyklischer geworden, was die Stabilität des Stromnetzes gefährdet. Ausgleichen lässt sich das mit Energiespeichern. Im Saarland ist nun ein Projekt gestartet, bei dem untersucht werden soll, inwieweit sich große Lithium-Ionen-Systeme dafür eignen.

LESSY steht für Lithium-Elektrizitäts-Speicher-System und ist der Name eines Forschungsprojektes, mit dem die Netzstabilisierung mit großformatigen Lithium-Ionen-Akkus untersucht werden soll. Jetzt ist LESSY in den Dauertestbetrieb gegangen. Das Energiespeichersystem hat eine Kapazität von 700 kWh und kann Leistungen von maximal 1 MW zur Verfügung stellen. Es ist aus 4.700 Lithium-Eisenphosphat-Zellen im Pouch-Format zusammengesetzt und in einem Schiffscontainer untergebracht.

Die Akkuzellen stammen von dem Daimler-Evonik-Joint-Venture Li-Tec Battery. Weitere Partner des Projektes sind Evonik, der Stromerzeuger STEAG, der Testspezialist Digatron Industrie Elektronik, die Institute EWE Next Energy und Power Engineering Saar sowie die Uni Münster.

Das Projekt mit einem Umfang von 4,9 Millionen Euro wird mit 2,4 Millionen Euro vom Bund gefördert. In den nächsten Monaten gilt es nun herauszufinden, ob sich so ein großes Lithium-Ionen-Speichersystem technisch und wirtschaftlich für die Zwischenspeicherung von großen Energiemengen eignet.

Das Energiespeichersystem steht im saarländischen Völklingen am STEAG-Steinkohlekraftwerk Fenne.