CES 2015 Interoperabilität bei kabellosen Laden von Mobilgeräten

Zusammenarbeit vereinbart: A4WP und PMA gründen neue Organisation für mehr Interoperabilität beim kabellosen Laden.
Zusammenarbeit vereinbart: A4WP und PMA gründen neue Organisation für mehr Interoperabilität beim kabellosen Laden.

Auf der CES in Las Vegas haben die bislang konkurrierenden Industriegruppen für kabelloses Laden mobiler Endgeräte A4WP und PMA eine Vereinbarung unterzeichnet. Deren Inhalt: Die Gründung einer gemeinsamen Organisation. Die zweite Vereinbarung binnen eines Jahres.

Die drahtlose Energieübertragung spielt nicht nur in der Elektromobilität eine große Rolle, sondern auch bei mobilen Endgeräten wie elektrische Zahnbürsten, Smartphones und Tablets. So gibt es beispielsweise in einigen Cafés in Amerika Bistrotische, die als sogenannte Wireless Charging Stations dienen. Man legt einfach das entsprechende Mobilgerät auf den Tisch und es wird während des Caféaufenthalts geladen. 

Im Bereich der Mobilgeräte gibt es im Grunde drei Technologien: Der Qi-Standard des Wireless Power Consortiums, kurz: WPC, die Rezence-Technik der Alliance of Wireless Power, kurz: A4WP, sowie die Ladetechnik Powermat der Power Matters Alliance, kurz: PMA, welche – wie der Name schon sagt – in den sogenannten »Power Mats« Anwendung findet.

Den Qi-Standard gibt es seit Mitte 2010 und nutzt die induktive Energieübertragung zu Mobilgeräte bis 5 W; in Asien spielt dieser Standard die größte Rolle. So soll er nach Angabe der Organisation bereits in 600 Produkten Anwendung finden, 70 davon seien Smartphones. Die im März 2012 gegründete PMA setzt ebenfalls auf die induktive Energieübertragung. Die Technolgie Rezence von A4WP setzt dagegen auf eine resonante magnetische Kopplung. Vorteile: eine geringere Störanfälligkeit, höhere Reichweite und Ladestärken bis 20 W.

Neues Konsortium in Planung

Bereits im Februar 2014 haben die Konsortien A4WP und PMA eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Ziel dieser Vereinbarung ist es, die Spezifikationen beider Standards so anzupassen, um eine möglichst weitreichende Interoperabilität von Geräten zu gewährleisten. Nun haben die beiden Organisationen auf der CES in Las Vegas eine Vereinbarung unterzeichnet, gemeinsam eine Organisation zu gründen und so künftig eine Interoperabilität unterschiedlicher Ansätze sicherzustellen. Einen Namen hat die geplante Organisation noch nicht.

In der A4WP engagieren sich Größen wie Intel, Qualcomm, Fujitsu, LG, Samsung und seit Februar 2014 auch Dell.