TDK-Lambda: i Sink - die intelligente Senke

Unterstützen eine vergleichbare Wirkungsgradbestimmung bei Stromversorgungen: Peter Runz, Market Development Manager (links), und Gustav Erl, General Manager TDK-Lambda Germany, auf der Pressekonferenz.
Unterstützen eine vergleichbare Wirkungsgradbestimmung bei Stromversorgungen: Peter Runz, Market Development Manager (links), und Gustav Erl, General Manager TDK-Lambda Germany, auf der Pressekonferenz.

Auf der alljährlichen Pressekonferenz stellte TDK-Lambda zahlreiche neue Produkte sowie Produkterweiterungen vor. In diesem Rahmen präsentierte das Unternehmen seine erste intelligente elektronische Senke, die i Sink.

Im jährlichen Update informierte TDK-Lambda Pressevertreter über zahlreiche neue Produkte, aktuelle Marktentwicklungen sowie über die Umsatzentwicklung des Unternehmens. Gustav Erl, Geschäftsführer der deutschen TDK-Lambda, gab einen kurzen Überblick über das Unternehmen. So hatte die TDK-Lambda Corporation weltweit einen Umsatz von 520 Mio. Euro sowie einen Anteil von 16,2 % am weltweiten Industrie-Stromversorgungsmarkt; dessen Marktvolumen bezifferte IHS im Jahr 2015 auf 2429 Millionen Dollar. Der Umsatz von TDK-Lambda Germany belief sich für das Geschäftsjahr 2014/2015 auf 62,5 Mio. Euro. Für den laufenden Geschäftszyklus 2015/2016 erwartet Erl ein Wachstum von vier bis acht Prozent.

Als ein Problem im Stromversorgungsmarkt nannten Erl und Peter Runz, Market Development Manager bei TDK-Lambda, die Währungsverluste. Dadurch, dass im Einkauf vieles über den Dollar abgewickelt werde, beeinflussen die Verluste durch den Währungswechsel auch den Umsatz. Allerdings sei das ein Problem, mit dem sich der ganze Markt auseinandersetzen müsste.

Zahlreiche Produkterweiterungen

Neben dem wirtschaftlichen Ausblick stellte Runz zahlreiche neue Produkte sowie Produkterweiterungen vor. So wurde die DIN-Schienen-Netzgeräte­serie DRF um eine AC/DC-Ausführung für expolsionsgefährdete Bereiche sowie Marineumfeld und Schiffsbau erweitert. Die DRF/HL – HL steht für Hazardous Locations – ist mit Ausgangsleistungen von 120 W, 240 W und 480 W erhältlich und hat die Zulassung nach Del Norske Veritas und das German Lloyd Marine Approval. Wie auch die anderen Familienmitglieder verfügen die Netzgeräte über einen weiten Eingangsspannungsbereich von 85 bis 265 V AC (300 V AC für fünf Sekunden) und stellen 24 V (DC) am Ausgang zur Verfügung. Zu den typenspezifischen Merkmalen zählen die ATEX/IECEx-Zulassung nach IEC/EN 60079-0 und 60079-15, eine schutzlackierte Leiterplatte sowie ein Wirkungsgrad bis 94 %. Der Wirkungsgrad wurde nach der ErP-Richtlinie bei 25 %, 50 %, 75 % und 100 % Last gemessen. Allerdings erfolgt die Messung bei 25 °C.

Die Wirkungsgrad-Bestimmungen bei Stromversorgungen bietet immer Anlass für Diskussionen. Auf Nachfrage bestätigten sowohl Erl als auch Runz, dass TDK-Lambda bei Gesprächen auf Verbands- und Branchenveranstaltungen eine vergleichbarere Wirkungsgradmessung bzw. -angabe diskutieren werden. Dabei werde sicherlich auch eine Messung unter realistischen Umgebungsbedingungen eines DIN-Schienen-Netzgerätes, sprich: abseits der 25 °C Raumtemperatur, ein Thema sein.

Stromversorgungen für das Labor

Bei den Labor-Stromversorgungen gab es die ein oder andere Neuentwicklung. So deckt die Labor-Stromversorgungsreihe Genesys mit der GEN 3U nun auch Ausgangsspannungen jenseits der 800 V und 10 kW/15 kW Leistung ab. In Zukunft wird die Standard-Produktlinie an die Marktanforderungen angepasst werden und auch den unteren Spannungsbereich bis hinunter zu 30 V/500 A bedienen. Die Genesys-Stromversorgungen werden u.a. in Forschungseinrichtungen eingesetzt; hier stellen mehrere Dutzend 10-kW-Module in einem Schaltschrank beispielsweise hohe Spannungen für Teilchenbeschleuniger bereit.

Im Laborbereich stellte TDK-Lambda auch erstmals eine intelligente elektronische Senke vor. Grund für diese Entwicklung waren zahlreiche Anfragen auf Messen wie der Electronica oder SPS IPC Drives sowie aus dem Distributoren-Umfeld. Marktanalysen zeigten zudem die Attraktivität des Umfeldes auf. So entwickelte das Unternehmen mit i Sink eine modulare elektronische Last für den Leistungsbereich von 200 bis 1500 W. Die Senke besteht aus drei wesentlichen Elementen: den modularen Last-Modulen, einem Steuer-Board mit analogen und digitalen Ein- und Ausgängen sowie einem Hilfsnetzteil. Je Modul stehen 200 W Leistung und 1,4 kW Peak (lastabhängig, im Sekundenbereich) zur Verfügung. Bis zu vier Module können dabei auf einer Höheneinheit untergebracht werden. Zu den weiteren Spezifikationen zählen eine maximale Konstantleistung von 800 W (optional 1500 W), eine Spitzenleistung von 5,6 kW (lastabhängig, im Sekundenbereich; optional 11,2 kW), je Modul maximale Spannungs- und Stromwerte von 80 V bzw. 120 A. Neben analogen Schnittstellen sind auch CAN, LAN, RS-232/485 sowie USB verfügbar.