Photovoltaik-Anlagen in Deutschland Großflächige Studie soll Optimierungspotenziale aufzeigen

In einer breit angelegten Studie ermitteln E.ON, das Bayerische Zentrum für Angewandte Energieforschung und das Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik die Qualität von Solaranlagen in Deutschland.
In einer breit angelegten Studie ermitteln E.ON, das Bayerische Zentrum für Angewandte Energieforschung und das Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik die Qualität von Solaranlagen in Deutschland.

Das Fraunhofer CSP wird gemeinsam mit dem ZAE Bayern Daten aus über 600 Anlagenprüfungen auswerten, um die Qualität und den Zustand der auf deutschen Dächern installierten Photovoltaikanlagen zu ermitteln. Schon vor der Auswertung ist klar: Es gibt noch Luft nach oben.

Die häufigste Beeinträchtigung von kleinen Solaranlagen und großen Freiflächenanlagen in Deutschland sind ein falsch verlegtes Kabel und falsch gewählte Kabeltypen, die nicht für den Außenbereich oder die auftretenden Spannungen geeignet sind. Wie hoch der Anteil an fehlerhaft arbeitenden Anlagen ist, wie viele dieser Mängel sicherheitsgefährdend sind, wie hoch die Ertragseinbußen sind und weitere Befunde werden nun in einer gemeinsamen Studie des Fraunhofer-Centers für Silizium-Photovoltaik (CSP) und des Bayerischen Zentrums für Angewandte Energieforschung (ZAE) ermittelt.

Die Datenbasis für die Studie existiert bereits und enthält u.a. Angaben zur Lage und Größe einer Anlage, zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme und zum generierten Stromertrag. Bereit gestellt wird sie von E.ON und setzt sich aus den anonymisierten Ergebnissen von über 600 Anlagenprüfungen zusammen, die der Energieversorger seit Herbst 2015 an deutschen Aufdachanlagen (Kilowattbereich) und Freilandanlagen (bis 5 Megawatt) durchgeführt hat. Über die reine Datenauswertung hinaus werden in der Studie auch eigene Untersuchungen durchgeführt. Das CSP charakterisiert Solarmodule, Komponenten und Materialien anhand von Leistungsmessungen, mechanischen Versuchen am Modul und der Simulation verschiedener Stressfaktoren. Von den Resultaten der Studie versprechen sich die Projektpartner einen Fingerzeig, um »weitere Potenziale für Verbesserungen in der Photovoltaik zu erkennen«, sagt der Projektleiter am CSP, Dr. Sascha Dietrich.