Superkondensatoren Graphen-Elektroden erhöhen Energieeffizienz deutlich

Graphen besteht aus einem einlagigen Netz von Kohlenstoffatomen. Mit einer inneren Oberfläche von 2600 m²/g bietet es sich als Elektrodenmaterial für Kondensatoren geradezu an.

Mit neu entwickelten Elektroden aus Graphen erreichen die im EU-Projekt »ElectroGraph« realisierten Superkondensatoren im Laborstadium eine um 75 % höhere Speicherkapazität als die bisherigen Systeme auf der Basis von Aktivkohle.

In dem unter Leitung des Fraunhofer Instituts IPA durchgeführten EU-Projekt ElectroGraph haben zehn Partner aus Forschung und Industrie neuartige Superkondensatoren mit einer deutlich erhöhten Speicherfähigkeit entwickelt. Die Grundüberlegung des Projektes war, mit der Verwendung von Graphen die nutzbare Fläche der Elektroden wesentlich zu vergrößern.  

Der bislang verwendete Werkstoff Aktivkohle weist eine spezifische Oberfläche zwischen 100 und 800 m²/g auf, Graphen punktet hier mit einem Wert von 2600 m²/g. Der Raum zwischen den Elektroden wir mit einem flüssigen Elektrolyten gefüllt, das Forschungsteam setzt hier auf ionische Flüssigkeiten; diese Kombination stellt nach Aussage des Projektleiters Carsten Glanz, Gruppenleiter am IPA, die ideale Materialkombination dar. 

Zur Präsentation der Ergebnisse des Forschungsprojekes wurde als Demonstrator ein Energiespeicher entwickelt, der über eine Solarzelle geladen wird und in einem Autospiegel die Stromversorgung der Einstellmimik übernimmt.