Energieeffizienz bei externen Netzteilen (EPS) Gesetzliche Regelungen für Leerlaufleistung

Baureihen VER05 und VEL05 von XP Power
Baureihen VER05 und VEL05 von XP Power

Jedes mobile Endgerät hat ein externes Netzgerät. Die steigende Summe solcher Netzgeräte machte eine gesetzliche Regelung der Leistungsaufnahme notwendig, um einen möglichen negativen Einfluss auf die Umwelt zu minimieren. Ein Überblick.

Die Optimierung der von externen Netzteilen aufgenommenen Leistung im Betrieb und auch im Leerlauf ist für die Weiterentwicklung solcher Geräte und der Reduktion des Einflusses auf die Umwelt eminent wichtig. Die Gesetzgebung wurde erforderlich, da die Anzahl solcher Geräte sehr stark zunahm und diese in der Regel nicht über einen Ein-/Ausschalter verfügen und auch im Leerlauf immer am Stromnetz bleiben.

In vielen Ländern wurden Gesetze für die Leerlaufleistungsaufnahme und Wirkungsgrad beim Betrieb für externe Netzteile erlassen. In USA wurde dies durch die California Energy Commission (CEC) und die Energy Independence and Security Act (EISA) durchgeführt. In Europa ist es die Energy Related Products (ErP) Directive, in Canada die Natural Resources Canada (NRCan) und in Australien die Minimum Energy Performance Standard (MEPS), um nur einige zu nennen. Diese sind nur einige Beispiele der gesetzlich verbindlich beschriebenen Anforderungen.

Andere Organisatoren wie Energy Star in USA und EU Code of Conduct (CoC) in Europa haben unterschiedliche Vorgaben für die Energieeffizienz und Leerlaufleistungsaufnahme. Die Grenzwerte sind hier schärfer als die in den Gesetzen geforderten, wobei zu erwarten ist, dass die Anforderungen zukünftig bei der Einführung von neuen Gesetzen auch strenger werden.

In letzter Zeit wurde von Energy Star und CoC in der EU noch deutlich strengere Grenzwerte für Energieeffizienz und Leerlaufleistungsaufnahme eingeführt. In der EU hat CoC darüber hinaus die neue Forderung für die Energieeffizienz bei 10% Last festgeschrieben. Dies zielt auf Applikationen ab, welche die meiste Zeit im Betrieb nur geringe Leistung aufnehmen, wie es manchmal bei der Verwendung von internen Batterien geschieht oder durch Überdimensionierung des eingesetzten Netzteils um über Leistungsreserven für zukünftige Systemerweiterungen zu verfügen.

Die Vorgaben des Energy Star Level VI und EU CoC wurden Anfang 2014 veröffentlicht und werden für Tier 2 Anwendungen im Jahr 2016 bindend. Obwohl diese Vorgaben freiwillig sind, sind die Hersteller durch Kundenforderungen in der Pflicht die aktuellen Grenzwerte mit den höheren Wirkungsgraden und der Reduktion der Umweltbelastung zu erfüllen.

Diese neuen Anforderungen umfassen sowohl den verbesserten Wirkungsgrad im Betrieb als auch die Verringerung der Leerlaufleistungsaufnahme. Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Unterschiede zwischen den noch gültigen Grenzwerten des Energy Star Level V und ErP, sowie den neuen Energy Star Level VI Grenzwerten und den EU CoC Tier 1 und Tier 2 Anforderungen mit den Terminen an diesen sie in Kraft treten. Bemerkcenswert ist auch, dass Energy Star nun auch Grenzwerte für externe Netzteile mit Ausgangsleistung >250W beschreibt.

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Grenzwerte verschiedener Richtlinien

Grenzwerte von Richtlinien

Der Stromversorgungsmarkt ist schnelllebig und die Kunden sind daran interessiert Netzteile einzudesignen, welche den aktuellen Normen entsprechen und zukunftssicher sind. Die ersten Netzteile welche den Level VI erfüllen sind bereits verfügbar, wobei in 2015 die Anzahl an Neuvorstellungen welche ebenfalls diese Energieeffizienzanforderungen erfüllen werden, noch deutlich zunehmen wird.

Ein Beispiel von bereits verfügbaren Geräten mit Energieeffizienz Level VI sind die 5W Steckernetzteilserien VER & VEL von XP Power. Wir sind der Meinung, dass diese Serien mit die Ersten am Markt verfügbaren Netzteile sind, welche den neuesten Energy Star Level VI erfüllen und sind für den Einsatz in Europa, UK, US oder Australien (VEL05 Serie) einem fest angebrachten Stecker, oder mit vier Wechselsteckern (VER05 Serie) lieferbar.