Alstom-Übernahme GE erhält den Zuschlag

Die Bieterschlacht um Alstom ist beendet: GE erhält den Zuschlag.

Der Alstom-Aufsichtsrat hat am 20. Juni 2014 für eine Annahme des GE-Angebots zur Übernahme des Konzerns gestimmt. Das von Siemens und Mitsubishi Heavy Industries vorgelegte Angebot wurde als nicht ausreichend befunden.

Die GE-Offerte umfasst die Übernahme des Geschäftsbereichs „Thermische Energieerzeugung“ und die Gründung von Joint Ventures (50/50) für die Bereiche „Erneuerbare Energien“ und „Energieübertragung“ (Grid Sectors). Darüber hinaus werden Alstom bei Produktion und Service von Dampfturbinen für Atomkraftwerke weltweit und bei den Dampfturbinen für konventionelle Kraftwerke in Frankreich Allianzen bilden. Der französische Staat erhält über eine qualifizierte Beteiligung ein Vetorecht bezüglich der Kernkraftkomponenten.

Schließlich hat GE die Bildung einer globalen Allianz angeboten, in der GE seine Signaltechnik (500 Mio. Dollar Umsatz in den USA, 1200 Mitarbeiter) einbringen wird. Darüber hinaus werden mehrere Absprachen getroffen einschließlich einer Service-Vereinbarung zur Wartung von GE-Lokomotiven außerhalb der USA.

Siemens hatte nach Darstellung von Alstom mit seinem nachgebesserten Angebot vom 20. Juni für die Übernahme des Gasturbinengeschäftes nochmals 400 Mio. Euro zusätzlich, also insgesamt 4,3 Mrd. Euro geboten. Mitsubishi Heavy Industries wiederum wollte für einen Anteil von 40 % an den Alstom-Geschäftsbereichen Dampfturbinen, Energieübertragung und Wasserkraft rund 3,9 Mrd. Euro überweisen. Darüber hinaus bestand das Angebot von Siemens, die Signaltechnik und die Mobilitätsinfrastruktur beider Unternehmen in einem 50/50-Joint Venture weiterzuführen.