Neue Energiespeicher Forschungsprojekt für Lithium-Schwefel-Akkus gestartet

Lithium-Schwefel-Akkus gelten als vielversprechender Nachfolger der aktuellen Lithium-Ionen-Akkus. Mit 8 Millionen Euro fördert der Bund ein neues Projekt für die Entwicklung von Lithium-Schwefel-Akkus in Dresden.

Das Verbundprojekt »BamoSa« (Batterie - mobil in Sachsen) ist auf drei Jahre ausgelegt und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 8,3 Millionen Euro unterstützt. Ziel des Projekts ist die Entwicklung neuer Materialien, Zelldesigns und der entsprechenden Fertigungsprozesse für Lithium-Schwefel-Akkus. Die Ergebnisse der Forschung werden dann in drei Industrieprojekten praktisch umgesetzt. Ein weiteres Ziel ist die Ausbildung von Fachkräften auf dem Gebiet der Energiespeicher. So arbeiten beispielsweise Doktoranden bei dem Projekt mit.

In Dresden wird bereits seit einiger Zeit an Lithium-Schwefel-Akkus geforscht. Mit ihnen lässt sich die Energiedichte aktueller Lithium-Ionen-Akkus in etwa verdoppeln. Für ein Elektroauto würde das doppelte Reichweite bei gleicher Akkugröße bedeuten. Allerdings ist die Lebensdauer der Lithium-Schwefel-Akkus noch nicht praxistauglich. Da man davon ausgehen kann, dass diese Probleme gelöst werden, gelten sie als derzeit wahrscheinlichste Nachfolgekandidaten heutiger Lithium-Kobalt- oder Lithium-Mangan-Akkus.

Deutschland lässt sich die Entwicklung neuer Energiespeicher einiges kosten. Über das BMBF werden zahlreiche Projekte und Einrichtungen zur Entwicklung leistungsstärkerer Akkus und deren industrieller Fertigung finanziert.

BamoSa findet am Zentrum für Batterieforschung statt, das zum Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) gehört. Projektpartner sind weitere Forschungseinrichtungen wie Fraunhofer- und Leibniz-Institute, die TU Dresden sowie Industriepartner wie EADS oder SGS Fresenius.